Inferno in der Schweiz
Sechs Tote in Linienbus: Ermittler enthüllen Details zum Täter
Aktualisiert am 11.03.2026 – 14:42 UhrLesedauer: 2 Min.
Player wird geladen
Eine Brandkatastrophe mit mehreren Toten erschüttert die Schweiz. Jetzt geben die Ermittler neue Details bekannt.
Das Inferno in einem Linienbus mit sechs Toten in der Schweiz ist absichtlich ausgelöst worden. Das teilte Generalstaatsanwalt Raphael Bourquin bei einer Pressekonferenz am Mittwoch mit. Ein im Kanton Bern wohnender Mann sei am Dienstagabend gegen 17.45 Uhr in den Bus gestiegen und habe sich mit Benzin übergossen. Dann habe er sich selbst angezündet, sagte Bourquin weiter.
In einer Medienmitteilung der Kantonspolizei hieß es, die Ermittlungen deuteten auf eine „vorsätzliche Tat ohne ideologisches Motiv hin“. Weiter hieß es: „Es könnte sich um eine psychisch instabile Person handeln, die von ihrer Familie als vermisst gemeldet wurde. Diese Person befindet sich vermutlich unter den Verstorbenen.“ Einen technischen Defekt schlossen die Ermittler ebenso wie ein terroristisches Motiv aus.
Der mutmaßliche Täter soll etwa 60 Jahre alt und Schweizer Staatsbürger sein, wie auf der Pressekonferenz bekannt gegeben wurde. Staatsanwalt Bourquin sprach von einer Person, die „am Rande der Gesellschaft lebte und gestört war“. Der Mann habe offenbar psychische Probleme gehabt.
Bei dem Feuer in dem Linienbus waren sechs Menschen gestorben, fünf Menschen wurden verletzt. Zwei von ihnen befanden sich am Mittwochnachmittag weiter in einer Klinik. Augenzeugen-Videos zeigen, wie der Bus an einem Zebrastreifen in Kerzers steht. Zunächst steigt dunkler Rauch aus dem Fahrzeug in den Abendhimmel. Dann flackern auch Flammen auf.
„Alles ging so schnell – und dann stand binnen Augenblicken alles in Flammen“, sagte ein Zeuge, dessen Autowerkstatt unweit des Unglücksortes liegt. „Von der Hitze explodierten sogar die Reifen und flogen bis zu 200 Meter weit“, erzählte er der Zeitung „Blick“.
Der völlig ausgebrannte Bus gehört dem Unternehmen Postauto, das in der Schweiz vor allem ländliche Gebiete verbindet. Der Bus verkehrte auf einer Strecke zwischen den zwei kleinen Gemeinden Düdingen und Kerzers.
