Deutschland greift durch

Die Angst vor Chinas Autos: Jetzt trifft Peking der eigene Bann


26.02.2026 – 07:48 UhrLesedauer: 2 Min.

Das Misstrauen fährt mit: Moderne Autos stecken voller Sensoren. Verteidigungsministerium und BND fürchten Ausspähung und sperren bestimmte Modelle aus. (Quelle: Future Image/imago-images-bilder)

Sie haben den Code geknackt: Deutsche IT-Forensiker haben chinesische E-Autos digital seziert. Das Ergebnis ist offenbar so brisant, dass es geheim bleibt. Aktuelle Maßnahmen lassen jedoch befürchten: In der Analyse steht nichts Gutes.

Sie sind hochmodern, voll vernetzt und sammeln Daten im Sekundentakt. Doch für Deutschlands Verfassungsschützer sind chinesische E-Autos vor allem eines: eine Gefahr für den Staat.

IT-Spezialisten des Bundes untersuchten mehrere chinesische Modelle. Was genau sie im Code fanden, bleibt geheim: Die Ergebnisse der Untersuchung sind unter Verschluss. Doch die Nervosität im Sicherheitsapparat ist greifbar: Bundeswehr und Bundesnachrichtendienst (BND) erlassen Parkverbote für chinesische Marken. Die Wagen gelten intern als rollende Sicherheitslecks.

Das Verteidigungsministerium ist alarmiert. Kameras, Radar und Mikrofone seien „grundsätzlich eine Bedrohung für die militärische Sicherheit“, so ein Sprecher zu t-online. In sensiblen Zonen ziehen die Generäle die Bremse: Für bestimmte Fahrzeugtypen gelten bereits Fahrverbote. Soldaten dürfen ihre privaten Wagen zwar noch nutzen. Doch die Bedenken im Bendlerblock wachsen.

Auch beim Operativen Führungskommando in Schwielowsee (Brandenburg), wo Auslandseinsätze und Spezialkräfte gesteuert werden, bleiben die Schranken immer öfter unten. Der BND zieht dieselbe Konsequenz: Auf seinen Parkplätzen sind chinesische Marken bereits verbannt. Wer einen solchen Wagen fährt, muss auf Sonderflächen ausweichen – in sicherem Abstand zum Geheimdienst.

Deutschland ist mit seiner Skepsis nicht allein. Großbritannien verbietet chinesische Wagen an sensiblen Orten, Polen plant ähnliche Sperren. Die Expertin Paulina Uznańska warnt: Die Fahrzeuge könnten beim Vorbeifahren Sperrzonen kartografieren – und sind dadurch ein perfektes Werkzeug für Spione.

Übrigens: China nutzt diese Verbotstaktik längst selbst gegen den Westen. Jahrelang durften Tesla-Modelle dort nicht vor Regierungsgebäuden parken. Erst nach strengen Datentests hob Peking das Verbot auf. Ebensolche Tests führte auch Deutschland durch. Allerdings mit gänzlich anderem Ausgang.

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