Großübung am BER

Bundeswehr probt Verwundetentransport aus dem Kriegsgebiet

23.02.2026 – 15:57 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Soldat aus dem Sanitätsdienst (Archivbild): Am Berliner BER findeteine Großübung statt. (Quelle: IMAGO/Björn Trotzki/imago)

Über 1.000 Soldaten und 250 zivile Helfer trainieren die Rettungskette vom Gefechtsfeld bis ins Krankenhaus. Ein Teil der Übung findet am Flughafen BER statt.

Der Sanitätsdienst der Bundeswehr wird in den nächsten Wochen die komplette Rettungskette von der Front bis in deutsche Kliniken testen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Bundeswehr hervor. Die Übung trägt den Namen „Medic Quadriga 2026“ und soll im Februar und März stattfinden.

Es handele sich um die größte Übung des Sanitätsdienstes seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Über 1.000 Soldaten und etwa 250 zivile Helfer von Bund, Ländern und Hilfsorganisationen nehmen teil.

Die Übung gliedert sich in drei Teile: In Litauen trainieren die Kräfte die Erstversorgung Verwundeter – inklusive lebensrettender Operationen. Danach fliegt ein Transportflugzeug des Typs A330 MRTT die Patienten nach Deutschland. Am Flughafen Berlin Brandenburg entsteht ein medizinischer Hub.

Dort sollen ankommende Patienten kurzfristig versorgt und auf zivile Krankenhäuser verteilt werden. Eine sogenannte Medical Task Force steuert die Verteilung. Sie arbeitet mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zusammen. Den Weitertransport übernehmen der zivile Rettungsdienst und Hilfsorganisationen.

Auf ziviler Seite beteiligen sich unter anderem das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter-Unfall-Hilfe, der Arbeiter-Samariter-Bund und die Malteser. Auch NATO-Partner wie Litauen und die Niederlande sind dabei.

Die Bundeswehr reagiere mit der Übung auf die veränderte Sicherheitslage in Europa. Deutschland wäre im Verteidigungsfall Drehscheibe für Nachschub an die NATO-Ostflanke – und für den Rücktransport Verwundeter.

Für Anwohner soll es laut Bundeswehr kaum Einschränkungen geben. Die Übung finde größtenteils auf abgesperrtem Gelände an der Grenze zwischen Berlin und Brandenburg statt. Der zivile Flugverkehr am BER bleibe unbeeinträchtigt.

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