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Ein US-Bundesrichter lehnte am Freitag einen Antrag des Vorstands des Kennedy Centers und des Justizministeriums ab, die Entfernung des Namens von Präsident Donald Trump aus dem Veranstaltungsort für darstellende Künste zu stoppen.
Der US-Bezirksrichter Christopher Cooper ordnete in einem Urteil letzten Monat an, dass Trumps Name bis Freitag von dem berühmten Gebäude in der Hauptstadt des Landes entfernt werden soll.
Das Kuratorium, das aus Trump-Verbündeten besteht, und das Justizministerium legten am Donnerstag Berufung ein und forderten Cooper auf, sein Urteil auszusetzen.
Der Richter lehnte den Antrag mit der Begründung ab, dass „das öffentliche Interesse selten durch die ‚Aufrechterhaltung‘ ‚rechtswidriger‘ staatlicher Maßnahmen gedient hat.“
In seinem Urteil vom 29. Mai sagte Cooper, das John F. Kennedy Center for the Performing Arts sei illegal nach Trump umbenannt worden und nur der Kongress habe das Recht, seinen Namen zu ändern.
Er gab der Regierung 14 Tage Zeit, um Trumps Namen von der Fassade und allen mit dem Veranstaltungsort in Verbindung stehenden Materialien zu entfernen.
Anfang dieser Woche hat das Kennedy Center Trumps Namen von der Website der Institution gestrichen.
Sein Name bleibt jedoch vorerst auf der weißen Marmorfassade des Gebäudes.
Cooper erließ außerdem eine vorübergehende Sperre gegen Trumps Forderung, das Kennedy Center wegen zweijähriger Renovierungsarbeiten zu schließen, die im Juli beginnen sollten.
Ein wütender Trump reagierte, indem er sagte, er gebe die Kontrolle über den Veranstaltungsort auf, die er zu Beginn seiner zweiten Amtszeit im vergangenen Jahr übernommen hatte, indem er sich selbst zum Vorsitzenden ernannte.
Im Dezember stimmte der Vorstand des Zentrums, der von Trump mit Anhängern besetzt war, dafür, den Veranstaltungsort in „Trump Kennedy Center“ umzubenennen, und der Name des republikanischen Präsidenten wurde in großen Buchstaben über dem von Kennedy an der Fassade angebracht.
Eine Reihe von Künstlern sagten nach dem Umzug geplante Auftritte ab.
Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus hat Trump wiederholt Maßnahmen ergriffen, um seinen Namen und sein Image in offiziellen Räumen zu platzieren, was einen abrupten Bruch mit der amerikanischen politischen Tradition darstellt.
Das inzwischen aufgelöste US-Friedensinstitut wurde nach Trump umbenannt, und sein Gesicht starrt von riesigen Bannern vor dem Justiz- und dem Landwirtschaftsministerium herab.
Die Trump-Regierung möchte außerdem sein Bild auf einem 250-Dollar-Schein platzieren, um den 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung des Landes von Großbritannien zu feiern.
Zusätzliche Quellen • AFP










