Ukraine-Krieg
Bundesregierung bestellt russischen Botschafter ein
Aktualisiert am 20.04.2026 – 17:38 UhrLesedauer: 1 Min.
Nachdem vergangene Woche neue Drohnenlieferungen an Kiew beschlossen wurden, hatte Moskau die Adressen von Rüstungsfirmen in Deutschland veröffentlicht. Die Reaktion aus Berlin ist eindeutig.
Das Auswärtige Amt hat angesichts Moskauer Drohungen gegen in Deutschland ansässige Rüstungsfirmen den russischen Botschafter Sergej Netschajew einbestellt. „Wir lassen uns nicht einschüchtern. Solche Drohungen und alle Arten von Spionageaktivitäten in Deutschland sind vollkommen inakzeptabel“, schrieb das Außenministerium in Berlin auf X. Direkte Drohungen Russlands gegen Ziele in Deutschland seien „ein Versuch, unsere Unterstützung für die Ukraine zu schwächen und unsere Geschlossenheit zu testen“.
Die förmliche Einbestellung eines Botschafters gilt als scharfes diplomatisches Mittel, mit dem die Regierung des Gastlandes eine deutliche Verstimmung signalisiert.
Das russische Verteidigungsministerium hatte vergangene Woche mit der Veröffentlichung der Adressen von in Deutschland ansässigen Rüstungsfirmen auf die Ankündigung neuer Drohnenlieferungen an die Ukraine reagiert. Die Kritik kam vor dem Hintergrund weiterer Hilfszusagen an Kiew beim Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe in Berlin. Kanzler Friedrich Merz hatte zuvor in Berlin mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eine „strategische Partnerschaft“ vereinbart, die auch militärische Komponenten beinhaltet.
Russland beschießt und zerstört seit Beginn des vor mehr als vier Jahren von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Kriegs gegen die Ukraine systematisch Ziele im Hinterland der Ukraine.
