Koalition trifft Entscheidung

Der Neubau der Bahnstrecke von Hamburg nach Hannover kommt

07.10.2026 – 08:50 UhrLesedauer: 2 Min.

Die geplante Bahn-Neubaustrecke Hannover-Hamburg sorgt seit Jahren für Diskussionen. Nun schafft der Bund Fakten. (Symbolbild) (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa/dpa-bilder)

Die Zugstrecke von Hannover in die Hafenstadt ist komplett überlastet. Seit langem wird über Verbesserungen gestritten. Nun soll es vorangehen.

Der lange Streit über eine Bahn-Neubaustrecke zwischen Hannover und Hamburg steht im Bundestag kurz vor einer Entscheidung. Die schwarz-rote Koalition einigte sich am Abend auf einen Antrag, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Koalitionskreisen erfuhr. An diesem Mittwoch soll sich der Verkehrsausschuss mit dem Projekt befassen, am späten Donnerstagabend der gesamte Bundestag.

In dem Antrag heißt es, der Bundestag stelle fest, dass mit einer Neubaustrecke Ziele wie die Schaffung zusätzlicher Kapazitäten sowie Fahrzeitverkürzungen im Fern- und Nahverkehr erreicht werden.

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Die Beschlussvorlage sieht daneben wesentliche Verbesserungen bei der hoch belasteten Bestandsstrecke vor. Es gebe nun eine Verbindlichkeit für den dringend benötigten Ausbau im Bestand, hieß es aus Koalitionskreisen. Zum anderen werden in dem Antrag Forderungen zum Beispiel nach mehr Lärmschutz bei einer Neubaustrecke aufgegriffen. Dem Antrag zufolge soll es außerdem Verbesserungen für den Landkreis Harburg geben.

Bahnstrecke von Hamburg nach Hannover: Planung dauert noch an

Dem Vernehmen nach hatten niedersächsische Abgeordnete auf schnelle Verbesserungen an der bestehenden Strecke gedrängt. Über eine Neubaustrecke wird seit vielen Jahren diskutiert. In Niedersachsen ist das Projekt umstritten.

Die Befassung im Bundestag ist ein wichtiger Schritt für die Neubaustrecke. Falls der Bundestag den Weg freimacht, kann die Bahn die Neubautrasse weiter planen. Bis die ersten Züge über eine neue Strecke fahren, kann es aber noch Jahrzehnte dauern.

Vor zwei Wochen hatte die schwarz-rote Koalition im Bund eine Entscheidung über die Neubaustrecke verschoben. Isabel Cademartori, verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, hatte gesagt, Abgeordnete sähen noch Änderungsbedarf.

In einer Unterrichtung des Verkehrsministeriums an den Ausschuss heißt es, der Bund empfehle die Bestätigung der sogenannten Vorzugsvariante der Bahn-Infrastruktursparte DB InfraGO als Grundlage für die weiteren Planungen.

In dem Bericht über das Ergebnis der „Vorplanung“ heißt es, eine Neubaustrecke diene der Auflösung eines zentralen Engpasses im deutschen Schienennetz. Vorgesehen ist demnach als sogenannte Vorzugsvariante der zweigleisige Neubau zwischen Hannover-Vinnhorst und Hamburg-Meckelfeld mit einer Streckenlänge von 109 Kilometern.

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