Kommunalwahl in Bayern

Bürgermeister tritt nicht an – aber wird gewählt


09.03.2026 – 08:28 UhrLesedauer: 1 Min.

Philippsreuth (Symbolbild): In dieser Gemeinde im Bayerischen Wald ist es am Wahlsonntag zu einem seltenen Zwischenfall gekommen. (Quelle: IMAGO/Alexander Rochau/imago)

Helmut Knaus will als Bürgermeister eigentlich in Rente gehen. Die Einwohner der bayerischen Gemeinde Philippsreut sind allerdings dagegen.

Mit 57,1 Prozent der Stimmen ist der amtierende Bürgermeister Helmut Knaus der Gemeinde Philippsreut im Bayerischen Wald wiedergewählt worden – und das, obwohl Helmut Knaus nicht mehr angetreten ist. Nach vorläufigem Ergebnis haben 216 Wähler seinen Namen auf den Stimmzettel geschrieben. In der Gemeinde gibt es 521 Wahlberechtigte, die Wahlbeteiligung lag bei 79,7 Prozent.

Der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) hatte Knaus im Februar gesagt: „Ich möchte jetzt in Rente gehen.“ Er ist 64 Jahre alt und seit 2014 ehrenamtlich im Amt. Seine Arbeitszeit schätzt er auf 80 bis 100 Stunden pro Woche. Schon vor zwei Jahren habe er den Beschluss gefasst, aufzuhören, so Knaus in der „SZ“.

Das Kommunalrecht sieht vor, dass die Namen von Kandidaten handschriftlich auf dem Wahlzettel eingetragen werden dürfen – wie es am Wahlsonntag passiert ist. Auf dem zweiten Platz landete Josef Springer von der Christlichen Wählergemeinschaft (CWG). Er lag allerdings mit 23,5 Prozent der Stimmen deutlich hinter Knaus.

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