Newsblog zum Ostsee-Wal
Möwen fressen ihn „bei lebendigem Leibe“
Aktualisiert am 30.03.2026 – 12:14 UhrLesedauer: 3 Min.
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Der Wal liegt noch immer in der Bucht von Wismar. Am Montagmorgen wollen Experten sich ein Bild von der Lage machen. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Wie die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf Experten berichtet, soll der Wal nicht mehr von Menschen angefasst werden. Der Grund: Auf der Haut des Tieres gebe es Sekundärentzündungen, sie sei stark geschwächt. Deswegen könne Körperkontakt mit Menschen schon ausreichen, um das Tier mit einer Krankheit anzustecken – es sei sogar möglich, dass der Buckelwal sich eine Grippe zuziehe.
In der Meeresbiologie sind Fälle von Grippeerkrankungen bei Walen dokumentiert. In der Regel soll sich die Krankheit aber von anderen Tieren auf den Meeressäuger übertragen.
Möglicherweise könnte am Montag eine erneute Walrettung versucht werden. Der Wasserpegel wird den Tag über ansteigen. „Eventuell wird am Nachmittag versucht, den Wal noch einmal zu motivieren“, sagte eine Sprecherin des deutschen Meeresmuseums der „Bild“-Zeitung. Dann werde man eventuell mit einem Boot hinausfahren und ihn anstupsen. Derzeit würden sich die Experten aber noch beraten.
Einer Meeresschutz-Expertin von Greenpeace zufolge wirkt der Wal allgemein geschwächt. „Der Wasserstand ist auch noch etwas gesunken, was es für ihn jetzt erschwert, sich zu befreien“, sagte Franziska Saalmann im ZDF-„Morgenmagazin“. Das Experten-Team wolle die Hoffnung auf ein Überleben zwar nicht aufgeben, aber: „Die Überlebenschancen werden leider nicht besser, wenn er in der Ostsee weiter bleibt, allein wegen des Salzgehalts und weil es einfach nicht seine natürliche Heimat ist.“









