Newsblog zum Buckelwal-Fund in Dänemark
Tierärztin der Timmy-Aktivisten erkennt Wal nicht
Aktualisiert am 16.05.2026 – 12:27 UhrLesedauer: 6 Min.
Player wird geladen
Vor Anholt liegt ein Walkadaver, Möwen zerlegen ihn bereits. Ob es der Wal Timmy ist, bleibt trotz erster Untersuchungen offen. Alle Entwicklungen im Newsblog.
„Ich habe keine Ahnung, ob es Timmy ist oder nicht“
Erste Proben des toten Wals hat Morten Abildstrøm von der dänischen Naturschutzbehörde bereits genommen. Am Samstagmittag (16. Mai) will er den Kadaver erneut untersuchen – gemeinsam mit einer deutschen Tierärztin. „Wir fahren um 12 Uhr raus“, sagte er RTL am Telefon. Ob sich dabei klärt, ob es sich tatsächlich um Wal Timmy handelt, ist bislang offen. Derzeit gibt es lediglich Spekulationen. „Ich habe keine Ahnung, ob es Timmy ist oder nicht“, erklärt Abildstrøm. Er habe „nie gesagt“, dass der tote Wal identisch mit dem zuletzt wochenlang beobachteten Ostsee-Buckelwal sei. Allerdings räumt der Experte ein, dass Buckelwale in dänischen Gewässern äußerst selten sind. „Vielleicht ist es also der Wal aus Deutschland – oder vielleicht ein anderer“, so Abildstrøm.
Für Aasfresser ist der Wal wie ein Jackpot
Laut der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau ist der Wal, der nun vor der dänischen Küste liegt, bereits vor einiger Zeit gestorben, so die Angaben der Umweltbehörde Miljøstyrelsen. Möwen zerfleischen derzeit den Kadaver. Was für Menschen ein trauriger Anblick sein mag, ist für das Ökosystem ein Segen – auch wenn es in dem vorliegenden Fall aufgrund des relativ seichten Gewässers nicht zu einem sogenannten Walsturz gekommen ist.
- Tod von Meeresgiganten: Der Walsturz – das lange Ende der Wale
„Walstürze sind für Aasfresser der Tiefsee wie ein Jackpot, da sie eine wichtige und dauerhafte Nahrungsquelle in einem Ökosystem darstellen, in dem Nahrung knapp ist“, so die Wissenschaftler von der „National Marine Sanctuary Foundation“.

Tierärztin der Aktivisten kann Wal Timmy nicht erkennen
Handelt es sich bei dem toten Wal vor der dänischen Insel Anholt um „Timmy“? Diese Frage bleibt vorerst unbeantwortet. Eine Tierärztin, die an der privaten Transportaktion beteiligt war, reiste am Freitag nach Anholt, um den Kadaver zu untersuchen. Klarheit brachte die Inspektion jedoch nicht, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD). Für Samstag seien weitere Untersuchungen geplant, kündigte Backhaus an. Die Tierärztin werde den Wal erneut begutachten, erklärte ein Sprecher des Ministers.







