„Reagiert nicht mehr auf Annäherungen“

Rettung von Buckelwal Timmy? Experten äußern sich eindeutig


Aktualisiert am 07.04.2026 – 17:14 UhrLesedauer: 2 Min.

Experten nähern sich dem gestrandeten Buckelwal: Das Tier hat wohl keine Überlebenschance mehr. (Quelle: Philip Dulian/dpa)

Seit Tagen beschäftigt der vor der Ostseeinsel Poel gestrandete Buckelwal Deutschland. Jetzt gibt es traurige Neuigkeiten.

Der Zustand des in der Ostsee gestrandeten Buckelwals Timmy hat sich weiter verschlechtert. Am Dienstagvormittag hatten sich Fachleute dem Tier vor der Insel Poel noch einmal genähert, am Nachmittag informierte ein Expertengremium um Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) die Öffentlichkeit über die Ergebnisse.

Im Video | Darum hat „Timmy“ sich verirrt

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Quelle: t-online

Stephanie Groß vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung sagte: „Der Wal reagiert inzwischen nicht mehr auf Annäherungen des Bootes.“ Das Tier habe die Ankunft der Fachleute anders als noch in den vergangenen Tagen „stoisch“ hingenommen.

Eine von Umweltminister Backhaus am Ostersonntag ins Spiel gebrachte Rettung des Buckelwals per Katamaran werde ausgeschlossen, sagte Groß. Die Seile, an denen das Tier in die Nordsee gezogen werden könnte, würden möglicherweise die Haut des Wals abziehen, was zu „hochgradigen Schäden“ und „erhöhtem Leiden“ führen könnte, so die Expertin. „Wir gehen davon aus, dass das Tier nicht transportfähig ist.“

Dass sich Timmy von selbst freischwimmt, gilt ebenfalls als ausgeschlossen, wie Meeresforscher Burkard Baschek sagte. Der Buckelwal liege derzeit in einer Mulde von 30 Zentimetern Tiefe. Damit er sich frei schwimmen könnte, müsste der Wasserstand 60 Zentimeter höher als jetzt sein, so Baschek. Das sei aber in den kommenden Tagen nicht zu erwarten. „Die Gesamtkonstitution und die Kraft sind nicht da. Das ist ausgeschlossen“, so der Experte. Selbst wenn das Tier schlagartig in die Nordsee gelange, seien die Überlebenschancen nicht hoch.

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