„Höchste Hygienestandards“
Firma will aus Buckelwal Timmy Biodiesel machen
12.04.2026 – 08:12 UhrLesedauer: 2 Min.

Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis Buckelwal Timmy in der Ostsee aufhört zu atmen und stirbt. Für die Zeit nach seinem Tod gibt es bereits konkrete Pläne.
Timmy soll zunächst wissenschaftlich untersucht werden. Tom Bär, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund, sagte bereits Anfang April: „Im Falle seines Sterbens soll das Tier im Rahmen einer Sektion wissenschaftlich untersucht werden. Dabei werden sowohl der Körper als auch die Organe untersucht und beprobt.“ So soll herausgefunden werden, ob der Wal erkrankt gewesen sei und welche Rolle das Netz spielte, das sich in seinem Maul verfangen hatte.
Im Video | Neue Aufnahmen zeigen: So klingt Wal Timmy
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Unklar ist, was mit dem Skelett passieren wird. Interesse daran habe etwa die Universität Rostock angemeldet, sagte der wissenschaftliche Direktor des Deutschen Meeresmuseums, Burkard Baschek.
Die Firma SecAnim wäre nach eigenen Angaben für die Beseitigung des Kadavers verantwortlich. Ein Sprecher des Unternehmens teilte t-online mit: „Nach dem Sezieren durch die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bekäme das für Mecklenburg-Vorpommern zuständige Tierkörperbeseitigungsunternehmen SecAnim vom Umweltministerium den Auftrag, die anschließende fachgerechte Entsorgung des Walkörpers zu übernehmen.“
Nach der Entnahme des Skeletts werde Wal Timmy bereits „weitestgehend zerlegt“ sein, so der Sprecher. Dann erfolge der Transport „mit komplett geschlossenen, flüssigkeitsdichten Spezialfahrzeugen“. Ziel soll dann ein Standort des Unternehmens im 6.000-Einwohner-Ort Malchin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) sein, wo der Walkörper weiterverarbeitet werde. Dies geschehe unter „Einhaltung höchster Hygienestandards gemäß den gesetzlichen Vorgaben“, betonte der Sprecher von SecAnim.