Beliebter Tierfilmer

David Attenborough wird 100 Jahre alt


08.05.2026 – 11:54 UhrLesedauer: 2 Min.

David Attenborough: Er wurde in Isleworth, England geboren. (Quelle: Aaron Chown/PA Wire/dpa)

Seine Stimme hat hohen Wiedererkennungswert. Seit vielen Jahren bringt David Attenborough der Welt die Wunder der Natur näher und hört auch im hohen Alter nicht damit auf.

David Attenborough feiert am Freitag seinen 100. Geburtstag. Die BBC widmet dem Naturforscher und Dokumentarfilmer zum Jubiläum eine eigene Sendereihe – darunter eine in der Royal Albert Hall aufgezeichnete Sendung mit dem Titel „David Attenborough“s 100 Years on Planet Earth“.

Attenborough wuchs in Leicester auf, als Sohn eines Universitätsrektors. Seine Fernsehkarriere begann er in den frühen 1950er-Jahren, den Durchbruch als Naturfilmer erzielte er erst Ende der 1970er mit der Serie „Life on Earth“. Sie setzte damals neue Maßstäbe – sowohl in der Recherche als auch in der Bildqualität.

In den folgenden Jahrzehnten entwickelte er gemeinsam mit der Naturkunde-Redaktion der BBC modernste Kameratechniken weiter. Die Serie „Planet Earth II“, eine Koproduktion von BBC und ZDF, wurde mit 4K- und Hochgeschwindigkeitskameras gedreht, wie sie sonst vor allem für Kinofilme eingesetzt werden.

Attenboroughs ruhige Erzählstimme hat in Großbritannien einen hohen Wiedererkennungswert. Sie taucht regelmäßig in Memes und Comedy-Sketchen auf – etwa wenn das Verhalten von Politikern im Stil seiner Naturkommentare kommentiert wird.

Attenboroughs Arbeit ist nicht skandalfrei. Die britische Boulevardzeitung Mirror deckte 2011 auf, dass eine Szene aus der Serie „Eisige Welten“ – eine Eisbärin mit ihren Neugeborenen – in einem Zoo inszeniert worden war. Attenborough verteidigte die Entscheidung damit, dass eine Offenlegung die Atmosphäre für die Zuschauer zerstört hätte. Die BBC informiert seitdem mit Blicken hinter die Kulissen darüber, wie Naturfilme entstehen.

Auszeichnungen begleiteten seine Karriere durchgehend. Queen Elizabeth II. schlug ihn gleich zweimal zum Ritter, dutzende Pflanzen- und Tierarten tragen seinen Namen. Mit Thronfolger Prinz William verbindet ihn eine enge Beziehung; Attenborough unterstützte dessen Earthshot-Projekt, das innovative Lösungen im Klima- und Umweltschutz auszeichnet.

Auch abseits der Natur sorgte Attenborough einmal für Schlagzeilen: Bei Bauarbeiten in seinem Londoner Garten wurde 2010 der Schädel einer 1879 ermordeten Frau gefunden. Der als „Barnes Mystery“ bekannte Fall gilt als einer der aufsehenerregendsten Mordfälle des viktorianischen Londons.

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