„Bring besser Essen und Trinken mit“
Britin beschwert sich über Preise in Auschwitz-Café
25.09.2026 – 01:46 UhrLesedauer: 2 Min.
Auf TikTok hat ein Video einer britischen Touristin Aufsehen erregt, weil sie sich über das Café im Auschwitz-Museum beschwert. In Kommentaren wird ihr vorgeworfen, nicht sensibel genug zu sein.
Eine britische Touristin hat sich auf TikTok über die Preise in einem Café in der Gedenkstätte Auschwitz in Polen beschwert. In dem Video, das millionenfach angesehen wurde, klagt sie darüber, dass sie und ihre Tochter für einen Smoothie und eine Flasche Limonade umgerechnet zehn Euro bezahlt hätten. Die Limo hätte sogar etwas nach Desinfektionsmittel geschmeckt, sagte sie. „Sehr teuer“, war ihr Fazit. Das Taxi sei noch günstig gewesen. „Wenn Du nach Auschwitz kommst, bring was zu essen und zu trinken mit“, riet die Frau, von der nur ihr Vorname Lynne und ihr TikTok-Name, Freespirit666, bekannt ist.
Sie monierte auch, dass es keine Alternativen zu Kuhmilch oder entkoffeiniertem Kaffee gab. In den Kommentaren erntete sie heftige Kritik. Ihr wurde vorgeworfen, die Geschichte des Ortes nicht zu würdigen. „Vergessen wir nicht, wo wir hier sind“, schrieb eine Person. „Das hier ist ein Konzentrationslager, in dem Tausende ums Leben kamen, und kein 5-Sterne-Restaurant.“
In einem anderen Kommentar hieß es: „Ich bin nach Auschwitz gefahren, habe nichts zu essen und zu trinken mitgenommen, und ehrlich gesagt hatte ich auch keine Lust darauf. Das war für mich kein Vergnügen. Mein eigenes Wohlbefinden war das Letzte, woran ich gedacht habe.“
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TikTokerin: „Niemand starb in dem Café“
In einem weiteren Video zeigte sich Lyn, die 35.000 Follower hat, dennoch uneinsichtig und kritisierte die Kommentatoren. „Niemand starb in dem Café. Niemand wurde hier vergast. Ich hatte nur ein Getränk hier, nicht mal in der Nähe des Parks oder des Eingangs zum Lager“, sagte sie. Mittlerweile ist der TikTok-Account auf „privat‘ gestellt und nicht mehr öffentlich einsehbar.
Mitarbeiter des Auschwitz-Birkenau Museums sagten der britischen „Times“, dass das Café von einem externen Anbieter geführt wird und die Preise deutlich angezeigt werden. „Für uns bleibt der entscheidende Punkt, dass die Menschen zur Gedenkstätte Auschwitz kommen, um etwas über die Geschichte des deutschen nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagers zu erfahren, sich mit dem Schicksal seiner Opfer auseinanderzusetzen und ihrer zu gedenken“, erklärten sie der „Times“.
Auf Google Maps hat das Café und Restaurant im Museum eine sehr schlechte Bewertung von 1,3 Sternen. In vielen Bewertungen beschweren sich Besucher über die hohen Preise. „4,50 Euro für einen doppelten Espresso vom Automaten zu nehmen ist frech. Insbesondere bei dem Preisniveau in Polen“, hieß es in einer Bewertung.
