Alle Standorte sollen schließen
Brauerei meldet in Deutschland offenbar Insolvenz an
Aktualisiert am 02.03.2026 – 15:43 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Biermarkt befindet sich in der Krise. Nun trifft es das deutsche Geschäft eines internationalen Craftbier-Produzenten.
Die schottische Brewdog-Brauerei meldet für ihre deutschen Standorte offenbar Insolvenz an. Davon betroffen seien die Brauerei in Berlin sowie die drei verbliebenen Gastronomiestandorte in Berlin und Hamburg, berichtet die „Berliner Morgenpost“. Bereits in den Wochen zuvor hatte Brewdog mehrere Standorte in Deutschland kurzfristig geschlossen.
Video | Insolvenz: Wann es passiert und was das bedeutet
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Laut der „Berliner Morgenpost“ will das Unternehmen Anfang dieser Woche Insolvenz anmelden. Das habe Unternehmensgründer und CEO James Watt seinen Mitarbeitern in einer E-Mail mitgeteilt. Die Angestellten erhalten offenbar bereits für den Februar Insolvenzgeld. Brewdogs Agentur in London habe den Gang in die Insolvenz für alle deutschen Bars und die Berliner Brauerei bestätigt.
Konkrete Ursachen nannte das Unternehmen bisher nicht. In der Nachricht hieß es offenbar lediglich, man wolle gemeinsam mit einem vorläufigen Insolvenzverwalter zeitnah klare Abläufe und Perspektiven kommunizieren sowie Gespräche mit potenziellen Investoren fortsetzen.
Bereits im Vorfeld war bekannt geworden, dass sich der Konzern in einer Krise befindet. So belief sich der Jahresverlust zuletzt auf 37 Millionen Pfund (42 Millionen Euro). Zudem kündigte das Unternehmen an, die Spirituosensparte Brewdog Distilling Co. zu schließen. Auch in Großbritannien wurden bereits mehrere Pubs des Unternehmens geschlossen. Im Februar berichtete die britische Zeitung „The Guardian“, dass das Unternehmen die Beratungsgesellschaft Alix Partners beauftragt habe, einen Verkauf des Unternehmens zu prüfen.
Brewdog wurde 2007 im schottischen Ellon gegründet und kam 2016 mit einer Bar erstmals nach Berlin. Seit 2020 braut Brewdog in einer eigenen Brauerei in Berlin Bier für den deutschen Markt.
