Unfall auf A6 bei Feucht
Brennendes Unfallopfer gefilmt: Verdächtiger ermittelt
29.07.2026 – 19:18 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Polizei hat einen Lkw-Fahrer aus Südeuropa als Verdächtigen ermittelt. Das Verfahren liegt nun bei der Staatsanwaltschaft.
Ein Lkw-Fahrer aus Südeuropa soll bei einem Unfall bei Feucht ein brennendes Unfallopfer gefilmt haben. Ersthelfer hatten den Schwerverletzten aus einem brennenden Auto gerettet und ihn gelöscht – diese Szene soll der Mann aus dem Gegenverkehr aufgenommen und in sozialen Medien geteilt haben.
Wie ein Sprecher der Verkehrsinspektion Feucht mitteilte, konnte der Verdächtige inzwischen identifiziert und das Verfahren an die Staatsanwaltschaft abgegeben werden. Die Ermittler werfen dem Mann einen Verstoß gegen Paragraf 201a des Strafgesetzbuchs vor, weil er eine Person in hilfloser Lage gefilmt haben soll.
Videoaufnahme macht selbst die Polizei fassungslos
Mitte Januar 2026 war es auf der A6 bei Feucht im Landkreis Nürnberger Land auf spiegelglatter Fahrbahn zu einem Unfall zwischen einem Lastwagen und zwei Autos gekommen. Eine 54-Jährige starb. Videoaufnahmen des brennenden Unfallopfers kursierten anschließend in den sozialen Medien und lösten Empörung aus. Selbst die Polizei zeigte sich „fassungslos“.
Wie die „Nürnberger Nachrichten“ nun berichteten, konnte die Polizei mit kriminaltechnischen Methoden und Aufnahmen von zwei Kamerateams sowie Zeugen den Lastwagen und dessen Kennzeichen ermitteln. Über die Spedition habe man schließlich die Identität des Fahrers feststellen können, erläuterte der Sprecher der Verkehrsinspektion Feucht.
Weiter erklärte er, dass man damals die entsprechenden Social-Media-Plattformen informiert habe, auf deren Portalen das Video hochgeladen worden sei, damit diese es löschen. „Dem sind die auch sofort nachgekommen.“









