Sofern ein Bremsenstich sich nicht entzündet, heilt er für gewöhnlich innerhalb etwa einer Woche ab.
Bremsenstich behandeln: Was tun?
Wenn Sie von einer Bremse gestochen wurden, sollten Sie wie folgt vorgehen:
- Behandeln Sie den Stich schnellstmöglich mit Hitze. Nutzen Sie dafür am besten elektronische „Stichheiler“. Die Wärmeanwendung kann Schmerzen und Juckreiz lindern, indem sie Eiweiße zerstört, die mit dem Speichel der Bremse in die Wunde gelangt sind.
- Kühlen Sie den Stich danach. Mit Eiswürfeln (in ein Tuch eingeschlagen) oder einem Kühlpad wirken Sie der Schwellung entgegen und lindern die Schmerzen. Nach etwa 20 Minuten sollten Sie eine Kühlpause einlegen. Den gleichen Effekt haben auch kühlende Salben und Gels, die auf die Einstichstelle aufgetragen werden. Häufig beinhalten diese auch Wirkstoffe, die den Juckreiz lindern.
- Bloß nicht kratzen. Auch wenn der Stich stark juckt, sollten Sie diesen möglichst nicht aufkratzen, denn dabei können Keime von den Händen in die Wunde gelangen. Oftmals lässt sich der Juckreiz bereits lindern, indem man mit den Fingern leicht auf die Stelle klopft.
- Schmerzen und Juckreiz lindern. Bei Bedarf können Sie Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol einnehmen. Gegen den Juckreiz können Antihistaminika wie Cetirizin helfen.
Bremsenstich: Mögliche Komplikationen
In den meisten Fällen sind Bremsenstiche zwar unangenehm, aber gesundheitlich unbedenklich. Mitunter können jedoch Komplikationen auftreten.
Wundinfektion
Hat sich der Stich entzündet, macht sich das etwa durch eine zunehmende Rötung oder Schwellung der Stelle bemerkbar. Auch stärker werdende Schmerzen oder eine Überwärmung des Hautbereichs können sich einstellen. Womöglich bildet sich Eiter. In solchen Fällen sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen. Er kann einschätzen, ob eine Behandlung mit Antibiotika nötig ist.
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Allergische Reaktionen
Nach einem Bremsenstich kann es vereinzelt zu allergischen Reaktionen kommen. Diese treten jedoch deutlich seltener auf als nach Bienen- oder Wespenstichen. Mögliche Anzeichen dafür sind besonders ausgeprägte Schwellungen, die über die eigentliche Einstichstelle hinausreichen. Stellen sich Beschwerden wie Atemnot, Schwindel, Herzrasen oder Kreislaufprobleme ein, sollte umgehend der Notruf verständigt werden. Solche schweren allergischen Reaktionen sind zwar selten, können aber lebensbedrohlich sein.
Können Bremsen Krankheiten übertragen?
Theoretisch können bei einem Bremsenstich Krankheitserreger übertragen werden. In Deutschland spielt dies jedoch in der Regel keine Rolle. So wird zwar diskutiert, ob Bremsen in seltenen Fällen Borreliose-Erreger weitergeben können, als wichtiger Übertragungsweg gelten sie jedoch nicht – anders als Zecken. Auch eine Infektion mit der Hasenpest (Tularämie) durch den Stich einer Bremse ist relativ selten, sondern eher die Folge von Kontakt zu Wildtieren oder einem Zeckenstich. Ebenso ist eine Übertragung von Milzbrand grundsätzlich zwar möglich, kommt hierzulande aber äußerst selten vor.












