Besondere Persönlichkeit wird geehrt
Warum diese Braunschweiger Adresse neu benannt wird
17.07.2026 – 15:12 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Fläche zwischen den Museumstorhäusern an der Helmstedter Straße erhält einen Namen. Damit erinnert Braunschweig an eine Frau, deren Bilder bis heute als bedeutende Zeitdokumente gelten.
Die Fläche zwischen den Museumstorhäusern an der Helmstedter Straße wird künftig „Käthe-Buchler-Platz“ heißen. Das hat der Rat der Stadt Braunschweig beschlossen. Wirksam wird die Benennung, sobald das neue Straßenschild im Zusammenhang mit Aktivitäten zum 150. Geburtstag der Fotografin aufgestellt wird.
Die Namensgebung geht auf einen Wunsch des Museums für Photographie zurück, das in den beiden Torhäusern untergebracht ist. Der Bereich zwischen den Gebäuden ist als Platz erkennbar und wird ausschließlich vom Museum genutzt.
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Auf Instagram verkündete das Museum für Photografie die Nachricht, teilte mit, man wolle der Fotografin „Sichtbarkeit im Stadtraum“ geben. Die Einweihung des Platzes erfolge im Herbst im Rahmen der Veranstaltung zu Käthe Buchlers 150. Geburtstag, der Termin stehe noch aus. Zudem wurden mehrere Ausstellungen angekündigt.
Käthe Buchler wurde am 11. Oktober 1876 in Braunschweig geboren. Mit der Fotografie begann sie 1901, nachdem sie sich in ihrem Wohnhaus eine Dunkelkammer eingerichtet und an der Lette-Schule in Berlin – damals die einzige Ausbildungsstätte für Frauen in der Fotografie – Kurse besucht hatte.
Käthe Buchler: Aufnahmen gelten als wertvolle Zeitdokumente
Zunächst hielt sie private Motive fest, später richtete sie ihre Kamera zunehmend auf das öffentliche Leben in Braunschweig. Sie dokumentierte den Alltag, das Marktgeschehen und während des Ersten Weltkriegs vor allem die karitative Arbeit von Frauen sowie ihren Einsatz in Berufen, die zuvor überwiegend von Männern ausgeübt wurden. Viele ihrer Aufnahmen gelten heute als wertvolle Zeitdokumente.
Über die Benennung entschied ausnahmsweise der Rat der Stadt. Grund ist, dass die Platzfläche auf dem Gebiet der Stadtbezirke Mitte und Östliches Ringgebiet liegt. Beide Stadtbezirksräte hatten sich zuvor ebenfalls für die Benennung ausgesprochen.
