Nach Niederlage: Portugal-Trainer macht Schluss
Nach dem Aus im Achtelfinale der WM hat Roberto Martinez seinen Rücktritt als Portugals Fußball-Nationaltrainer bestätigt. „Es ist sicher, dass dies mein letztes Spiel für Portugal war. Ich möchte mich beim portugiesischen Volk bedanken. Ich nehme eine Erinnerung mit, die mir ein Leben lang bleiben wird“, sagte der Coach, der mit seinem Team 0:1 (0:0) an Europameister Spanien gescheitert war.
„Die Spieler haben unglaubliche Arbeit geleistet, sie sind sehr talentiert und haben sich mit ganzem Engagement für das Team eingesetzt“, betonte Martinez. Der Spanier hatte das Team Anfang 2023 übernommen und im Sommer 2025 zum Triumph in der Nations League geführt. Beim Finalturnier in Deutschland hatte Portugal Spanien im Elfmeterschießen geschlagen, beim Wiedersehen bei der WM besiegelte ein später Gegentreffer durch Mikel Merino (90.+1) das Aus.
Dass nach der WM Schluss sein würde, hatte Martinez bereits zuvor versichert. Sein Vertrag läuft nach der WM aus. In 45 Spielen als Trainer habe er eine besondere Beziehung zu Portugal aufgebaut, betonte Martinez: „Ich danke dem Verband und dem Trainerstab, die hart gearbeitet haben, um unseren Spielern zu helfen. Ich nehme eine unglaubliche Erinnerung mit und danke dem portugiesischen Volk“. Als Nachfolger wird der Portugiese Jorge Jesus gehandelt. Der 71-Jährige hat seinen Posten als Trainer von Al-Nassr in Saudi-Arabien verlassen.
Brasilien-Trainer Ancelotti erhält nach WM-Aus Jobgarantie
Nach dem historischen WM-Aus im Achtelfinale mit Brasilien ist Trainer Carlo Ancelotti am Montag nicht mit der Mannschaft nach Brasilien zurückgekehrt. Statt mit einer vom brasilianischen Verband CBF organisierten Maschine nach Rio de Janeiro zu fliegen, reiste der 67 Jahre alte Italiener ins kanadische Vancouver, wo seine Familie ein Haus besitzt. Geht es nach dem Willen der sportlichen Führung, wird die Trennung jedoch nicht von Dauer sein.
Bereits unmittelbar nach der 1:2-Niederlage gegen Norwegen, die das früheste WM-Aus der Seleção seit 36 Jahren markierte, hatte Ancelotti eine Jobgarantie erhalten. „Er ist unser Trainer und wird es im nächsten WM-Zyklus auch sein“, sagte CBF-Generaldirektor und Nationalmannschafts-Manager Rodrigo Caetano. Er nannte das Fehlen einer „angemessenen, langfristig stabilen Leitung“ als einen der Hauptgründe für das Ausscheiden. „Diesen Fehler dürfen wir nicht noch einmal machen“, sagte er.








