Unterwegs in Deutschland

Hier finden Wander-Einsteiger die meisten leichten Routen


27.08.2026 – 05:30 UhrLesedauer: 3 Min.

Sonnenuntergang über der Schwäbischen Alb: Blick vom Wanderweg Hohenzollernweg auf die Burg Hohenzollern. (Quelle: IMAGO/Alexander Wolf)

Deutschland bietet eine große Auswahl an Wanderrouten – doch zwischen den Bundesländern gibt es deutliche Unterschiede. Eine Analyse zeigt, wo besonders viele leicht zu bewältigende Strecken liegen.

Deutschland bietet eine große Auswahl an Wanderrouten – dabei gibt es zwischen den Bundesländern deutliche Unterschiede. Eine Analyse zeigt, wo besonders viele Strecken liegen, auf denen Anfänger gute Bedingungen finden, und wo anspruchsvolle Touren auf Wanderprofis warten.

Mehr als 1.400 registrierte Wanderwege haben die Betreiber der Bildbearbeitungssoftware Luminar für eine Untersuchung ausgewertet. Dafür analysierte das Team sämtliche auf den Portalen „Komoot“ und „Wanderbares Deutschland“ gelisteten Wege. Die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen sowie die Bundesländer Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern flossen nicht in die Auswertung ein, weil es hier jeweils weniger als zehn Wanderwege gibt.

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Baden-Württemberg hat die meisten Wanderrouten

Das Ergebnis: Mit insgesamt 235 gelisteten Routen führt Baden-Württemberg den Vergleich der Bundesländer an. Nordrhein-Westfalen folgt mit 221 Strecken auf Platz zwei, Bayern mit 211 auf Platz drei.

Auch bei einzelnen Wanderregionen liegt Baden-Württemberg vorn. Im Schwarzwald registrierte die Untersuchung 59 Strecken und damit mehr als in jeder anderen untersuchten Region. Auf der Schwäbischen Alb finden sich 52 Routen. Danach folgen der Frankenwald mit 36, das Allgäu mit 35 und das Sauerland mit 34 Strecken.

Das Monbachtal im Nordschwarzwald: Die Luminar-Fotoexperten empfehlen frühen Wandervögeln, morgens das durch das Blätterdach gefilterte Licht einzufangen. (Quelle: IMAGO/Zoonar.com/Horst Bingemer)

Hier finden Anfänger besonders viele leichte Wanderwege

Viele Wege bedeuten allerdings nicht automatisch einfache Bedingungen. Wer eine weniger anstrengende Tour sucht, findet laut der Analyse vor allem im flachen Brandenburg eine große Auswahl. Dort gelten 45 Prozent der untersuchten Strecken als „leicht“. Das ist der höchste Anteil im Vergleich der Bundesländer. Auch das Tiefland von Niedersachsen bietet mit 43 Prozent vergleichsweise viele leichte Routen. In Sachsen liegt ihr Anteil bei 35 Prozent.

Ganz anders sieht es für Wanderer aus, die bewusst eine Herausforderung suchen. In Sachsen-Anhalt stuft die Analyse 45 Prozent der Routen als „schwer“ ein. Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz folgen mit jeweils 31 Prozent. Auch die Länge der Anstiege unterscheidet sich. In Bayern führen die Wege im Durchschnitt 1,8 Kilometer pro Strecke bergauf. In Thüringen sind es 1,45 Kilometer und in Rheinland-Pfalz 1,44 Kilometer.

Wandern im Allgäu bei Oberjoch: Die Fotoexperten von Luminar empfehlen, im Gebirge beim Abstieg Fotos zu machen. Die Sonne steht dann tiefer, die Schatten werden länger und das Tal öffnet sich in einem anderen Winkel. (Quelle: IMAGO/Renate Feil /M.i.S.)

Restaurants direkt am Weg sind selten

Für längere Wanderungen spielt auch die Infrastruktur entlang der Strecke eine Rolle. Besonders viele Übernachtungsmöglichkeiten finden Wanderer laut der Untersuchung in Nordrhein-Westfalen. Dort kommen durchschnittlich neun Übernachtungsmöglichkeiten auf eine Strecke. Hessen folgt mit acht.

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