Brandkatastrophe in Bar
Crans-Montana: Brisante Spur führt jetzt nach Deutschland
10.03.2026 – 12:33 UhrLesedauer: 2 Min.
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Bisher gab Jacques M. an, den offenbar viel zu leicht entflammbaren Schaumstoff für seine Bar in der Schweiz gekauft zu haben. Jetzt zeichnet sich eine Wendung ab.
Nach der Brandkatastrophe im Schweizer Nobel-Skiort Crans-Montana mit 41 Toten richtet sich die Aufmerksamkeit der Ermittler jetzt nach Deutschland. Wie die Staatsanwaltschaft im Kanton Wallis der „Bild“-Zeitung bestätigte, sei am 27. Februar ein Rechtshilfeersuchen an die deutschen Behörden gestellt worden. Auf eine t-online-Anfrage am Dienstag hat die Staatsanwaltschaft bislang nicht reagiert.
Konkret geht es laut übereinstimmenden Schweizer Medienberichten um den Schaumstoff, den Barbetreiber Jacques M. und seine Frau Jessica in der Unglücksbar „Le Constellation“ verbaut haben sollen. Bislang gab M. an, diesen in einem lokalen Baumarkt gekauft zu haben. Doch auf Anfrage der Walliser Staatsanwaltschaft, habe der Baumarkt mitgeteilt, derartige Akustikschaumstoffplatten gar nicht im Sortiment gehabt zu haben. Dies berichtete die französischsprachige Schweizer Tageszeitung „24 Heures“.
Am 20. Februar meldete sich M. laut dem Bericht schließlich bei einer Polizeidienststelle in Sitten. Dort habe er den Beamten eine Rechnung übergeben, die von einem Versandhändler aus Ostdeutschland ausgestellt worden war: Offenbar hatte M. den Schaumstoff zumindest teilweise aus Deutschland bezogen.
Wie „24 Heures“ weiter berichtete, habe die Firma auf ihrer Webseite explizit damit geworben, dass der Schaumstoff „nicht entflammbar“ sei. Er sei für Bars und Restaurants geeignet.
Inwieweit der Schaumstoff aus Deutschland tatsächlich mit der Brandkatastrophe in Verbindung steht, soll nun durch das Rechtshilfeersuchen an die deutschen Behörden geklärt werden. Den Namen der Firma nannten die Ermittler nicht.
Durch den Brand in der Neujahrsnacht waren 41 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 80, überwiegend schwer, verletzt worden. Funkensprühende Partyfontänen hatten nach bisherigen Ermittlungen Schaumstoff an der Decke in Brand gesetzt. Für solche Fontänen gilt künftig in öffentlich zugänglichen Räumen in der ganzen Schweiz ein Verbot.










