ARD-Krimi
„Tatort“ am Sonntag: In den Reihen von Klimaaktivisten
06.08.2026 – 09:50 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Sonntagabend ist für viele Menschen in Deutschland verplant – für den ARD-Krimi. Die „Tatort“-Folge diesen Sonntag führt nach Kiel.
Sonntag, 20.15 Uhr – dieser Termin ist seit Jahrzehnten gesetzt: Dann beginnt im Ersten entweder der „Tatort“ oder ein neuer „Polizeiruf 110“. Seit 1970 verfolgen Millionen Menschen regelmäßig neue Kriminalfälle aus deutschen, österreichischen und Schweizer Städten. Verschiedene Ermittlerteams klären in 90 Minuten Mordfälle auf: ein deutsches Erfolgsrezept.
Dieses Kommissaren-Duo ermittelt in „Borowski und das ewige Meer“
Sonntag, 9. August 2026, um 20.15 Uhr zeigt die ARD den „Tatort“ aus Kiel. Die Kollegen Klaus Borowski (Axel Milberg) und Kommissarin Mila Sahin (Almila Bagriacik) ermitteln im Fall von 2024 mit dem Titel „Borowski und das ewige Meer“.
Darum geht es im „Tatort“ aus Kiel
Der Fall führt die beiden Ermittler Borokowski und Sahin mitten in die Reihen von Klimaaktivisten. Drei Jugendliche, die Teil der Community waren und gegen Luxusvillen am Meer gekämpft haben, werden tot aufgefunden. Nun gilt es herauszufinden, ob es Mord war.
Borokowski hält die Aktivisten für zu extrem, geht aber dennoch undercover, um den Fall zu lösen und entdeckt eine neue Seite des Aktivismus. Sahin dagegen ermittelt an anderer Front und entdeckt eine Täuschung, die weit über die Grenzen des Falls hinaus geht.
Kommende „Tatort“ und „Polizeiruf 110“-Termine im Überblick
Die kommenden Sendetermine sind wie folgt geplant:
- „Tatort“ aus Nürnberg (2024): „Trotzdem“ – Sonntag, 23. August, um 20.15 Uhr
- „Tatort“ aus Ludwigshafen (2023): „Gold“ – Sonntag, 30. August, um 20.15 Uhr
Während der „Tatort“ 1970 in der Bundesrepublik als Antwort der ARD auf die erfolgreiche ZDF-Serie „Der Kommissar“ ins Leben gerufen wurde, ist der „Polizeiruf 110“ ein Konzept aus der ehemaligen DDR. Nach der Wiedervereinigung führten die ARD-Anstalten das Format weiter. Dennoch ist der „Polizeiruf“ deutlich seltener zu sehen als sein Pendant.
Gespielt wird dabei nicht immer nur am Sonntag: Auch an Feiertagen wie Neujahr, Ostermontag oder dem zweiten Weihnachtstag sendet die ARD neue Folgen. In der Sommerpause hingegen – meist zwischen Ende Juni und Ende August – werden Wiederholungen gezeigt.
„Tatort“ versus „Polizeiruf 110“: ein ungleiches Duell
Von rund 40 Erstausstrahlungen bei den Sonntagskrimis, die Das Erste pro Jahr zeigt, sind in der Regel sieben bis zehn Folgen aus dem „Polizeiruf 110“-Kosmos. Das Ungleichgewicht liegt auf der Hand: Während es insgesamt 22 aktive Teams beim „Tatort“ gibt, schicken beim „Polizeiruf 110“ lediglich fünf Städte ihre Kommissare ins Rennen.
Die beiden Krimiklassiker der ARD haben sich trotz wachsender Konkurrenz, Mediatheken, Streamingdiensten und veränderter Sehgewohnheiten etabliert. Keine andere fiktive TV-Marke verfügt über eine solche Strahlkraft. Reichweiten unter sechs Millionen Zuschauern sind die Ausnahme, „Tatort“-Teams wie das Münster-Duo brechen nahezu alljährlich Quotenrekorde.
