Preisgeld-Protest in Paris

Becker schaltet sich in Tennisstreit ein

Aktualisiert am 22.05.2026 – 18:41 UhrLesedauer: 2 Min.

Hat eine klare Meinung zum Prämien-Zoff im Profitennis: Boris Becker (Archivbild) (Quelle: Sina Schuldt/dpa/dpa-bilder)

Sinner, Sabalenka und Co. setzen die Grand-Slam-Veranstalter mit einer ungewöhnlichen Aktion unter Druck. Rückendeckung kommt von einem dreifachen Wimbledon-Champion.

Kurz vor dem Start der French Open in Paris haben die Tennisprofis ihren Unmut über die Preisgeldverteilung bei Grand-Slam-Turnieren öffentlich gemacht. Am offiziellen Medientag am Freitag beendeten sie ihre Pressekonferenzen nach exakt 15 Minuten – als symbolischer Verweis auf ihren Einnahmeanteil von rund 15 Prozent. Sie fordern 22 Prozent.

Nun hat sich auch der ehemalige Tennis-Profi Boris Becker dazu geäußert. In einer Eurosport-Medienrunde sagte der dreimalige Wimbledon-Champion: „Ich kann die Spieler verstehen, eine Tenniskarriere kann morgen vorbei sein. Ja verdammt nochmal, wenn ihr so viel Geld verdient, gebt es doch aus an Preisgeldern auch in den Anfangsrunden für Spieler, die das zum Überleben brauchen.“ Eine Erhöhung auf 22 Prozent sei für ihn „fair“ – auch mit Blick auf die US-Profiligen: „Die wollen jetzt nicht 50 Prozent wie die anderen Sportarten, sondern 7 Prozent mehr.“

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Der Konflikt schwelt seit Längerem. Schon im April 2025 hatten prominente Profis der ATP- und WTA-Tour in einem gemeinsamen Schreiben an die Organisatoren der vier Grand-Slam-Turniere eine Beteiligung von 22 Prozent an den Einnahmen gefordert. Als das Preisgeld für die French Open in diesem Frühjahr mit 61,7 Millionen Euro bekanntgegeben wurde – 9,5 Prozent mehr als im Vorjahr –, regte sich erneut Widerstand. Jannik Sinner, Aryna Sabalenka und Alexander Zverev äußerten in einem Brief an die Veranstalter von Roland Garros ihre „tiefe Enttäuschung“ über das geplante Preisgeld.

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Die Weltranglistenerste Sabalenka erklärte gegenüber, warum sie sich einbringt: „Als Nummer eins der Welt habe ich das Gefühl, dass ich mich einsetzen und für die Spieler kämpfen muss – für die Spieler mit schwächeren Rankings, für Spieler, die nach Verletzungen zurückkehren, und für die nächste Generation.“ Die deutsche Tennisspielerin Eva Lys schloss sich an: „Ich bin auf jeden Fall dafür, dass etwas verändert werden muss. Deswegen stimme ich allen zu, die das auch so durchziehen wollen.“

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