400 Meter Sperrgebiet

Bombe am Diebsteich gefunden – Zugausfälle und Evakuierungen

Aktualisiert am 09.09.2026 – 18:31 UhrLesedauer: 2 Min.

Feuerwehrkräfte stehen am Fundort der Bombe: Bis in den Abend hinein kommt es zu massiven Ausfällen im Bahnverkehr. (Quelle: NEWS5 / Sebastian Peters)

An einer viel befahrenen Bahnstrecke in Hamburg ist eine Bombe gefunden worden. Das hat erhebliche Folgen für den Zugverkehr und Anwohner.

Auf einer Baustelle in Hamburg-Bahrenfeld ist eine englische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Die 500 Pfund schwere Bombe kam bei Bauarbeiten an der Ecke Schleswiger Straße und Plöner Straße zum Vorschein.

Nach ersten Erkenntnissen des Lagedienstes der Polizei soll es sich dabei um eine Bombe mit einem sogenannten Langzeitsäurezünder handeln. Diese Konstruktion macht den Einsatz besonders gefährlich: Derartige Zünder waren ursprünglich dafür vorgesehen, eine Bombe erst Stunden oder sogar Tage nach ihrem Abwurf detonieren zu lassen. Auch viele Jahrzehnte später können die Bauteile im Inneren noch empfindlich reagieren.

Der Kampfmittelräumdienst der Feuerwehr Hamburg ist vor Ort. Rund um die Fundstelle gilt ein Sperrradius von 400 Metern. Zu welchem Zeitpunkt die Bombe entschärft werden kann, ist noch offen.

Bombenfund in Bahrenfeld: Die Karte der Polizei zeigt den Sperrradius. (Quelle: Polizei Hamburg)

Alle Menschen müssen diesen Bereich verlassen. Straßen und Luftraum werden dort vollständig gesperrt. In einem Umkreis von 1.000 Metern gilt außerdem ein Warnbereich. Bewohner sollen Fenster und Türen schließen, sich in Räume auf der von der Fundstelle abgewandten Seite begeben und nicht ins Freie gehen. Autofahrer sollen das Gebiet weiträumig umfahren.

Notunterkünfte in Schulen und Firmengebäude

Für Menschen, die wegen der Evakuierung eine Unterkunft brauchen, steht unter anderem die Schule in der Max-Brauer-Allee 83-85 bereit. Hinzu kommen die Schule in der Regerstraße 21 und ein Firmengebäude in der Gasstraße 12. Zu sämtlichen Notunterkünften wurde ein Shuttleservice eingerichtet.

Der Shuttle West fährt laut Polizei von der Leunastraße Ecke Ruhrstraße zur Schule in der Regerstraße 21. Der Shuttle Süd fährt von der Stresemannstraße Ecke Ruhstraße zur Notunterkunft in der Gasstraße 12. Der Shuttle Ost fährt von der Kaltenkirchener Straße Ecke Augustenburger Straße zur Max-Brauer-Allee.

Mitarbeiter des Bezirksamtes sind dort vor Ort. Unter der Rufnummer 115 hat die Stadt zudem ein Bürgertelefon eingerichtet.

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Der Bombenfund hat auch Folgen für den Bahnverkehr. Es fahren derzeit keine S-Bahnen zwischen Altona beziehungsweise Holstenstraße und Eidelstedt. Das betrifft die Linien S2, S3 und S5. Die Einschränkungen sollen zunächst bis 19 Uhr gelten, hieß es vom HVV.

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