Der Offensivakteur blüht bei Bodø in dieser Champions-League-Saison besonders auf. Hauge, der sich bei seinen Stationen bei der AC Mailand und Eintracht Frankfurt nie wirklich zurechtfand, war vor rund einem Jahr zu seinem Jugendklub zurückgekehrt. In zehn Partien in der Königsklasse traf er nun bereits sechsmal, unter anderem gegen den BVB und Manchester City – und jetzt auch in beiden Spielen gegen Inter. Der 26-Jährige hat an alter Wirkungsstätte zurück in die Spur gefunden.

Dass Bodø gerade auf internationalem Parkett regelmäßig Top-Teams ärgert, hat aber nicht nur mit dem langjährigen Trainer und der hohen Dichte an sich in ihrer Heimat nachweislich wohlfühlenden Profis zu tun. In die Karten spielen dem Team wohl auch das lokale Wetter und die eigene Heimspielstätte.

Die Stadt Bodø liegt nördlich des Polarkreises. Minusgrade sind bei den Partien im Aspmyra-Stadion also keine Seltenheit. Beim ersten Duell mit Inter zeigte das Thermometer zwischenzeitlich minus sechs Grad an. Und mit dieser Kälte schienen die an solche Temperaturen angepassten Norweger deutlich besser zurechtzukommen als ihre wärmeres Klima gewohnten Gegner.

Hinzu kommt: Im Aspmyra-Stadion ist aufgrund der speziellen Wetterverhältnisse vor Ort zudem kein Natur-, sondern Kunstrasen ausgelegt. Auf diesem rollt der Ball tendenziell schneller, besonders bei Nässe. Bodøs Profis kennen sich mit dem Belag bestens aus. Zwar ist das nicht der einzige Grund für die Heimstärke des Teams, aber durchaus ein unterstützendes Element.

Beim Gastspiel Mailand konnte Bodø auf diesen Vorteil aber natürlich nicht zurückgreifen. Im San Siro musste die Mannschaft bei frühlingshaften zehn Grad auf einem Hybridrasen bestehen – und meisterte die Aufgabe mit Bravour. Hinten stand Bodø sicher, vorne zeigten sich Hauge und Rechtsaußen Haakon Evjen eiskalt und schossen ihr Team zum Sieg.

Angst, auf dem Mailänder Hybridrasen mit Inter Probleme zu bekommen, hatten die Spieler im Vorfeld aber offenbar ohnehin nicht. „Ich bin mir sicher, dass wir dahinfahren und uns behaupten können“, sagte Hauge in der vergangenen Woche. „Wir haben das gegen Atlético und Dortmund gezeigt.“ Bei beiden Spitzenklubs punktete Bodø zuvor jeweils auswärts. „Wir wissen jetzt, dass wir gegen die besten Teams der Welt konkurrenzfähig sind“, betonte Hauge zudem. Er sollte auch in Mailand recht behalten.

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