Zudem habe der Sturm Teile des Riffs an den Strand gespült, berichtete der Sender ABC. Küstenabschnitte, die sonst für ihre außergewöhnliche Artenvielfalt bekannt sind, zeigten nun ein Bild der Verwüstung.

Das Ningaloo Reef gehört zum Unesco-Weltnaturerbe und zählt zu den bedeutendsten Korallenriffen der Erde. Anders als das Great Barrier Reef verläuft es unmittelbar entlang der Küste und ist Lebensraum für Tausende Arten – darunter Walhaie, Meeresschildkröten und zahlreiche Korallenarten. Für die Region ist es zugleich ökologisches Rückgrat und wirtschaftliche Grundlage, insbesondere für den Tourismus.

Wildtierhelferin Brinkley Davies schilderte die Lage eindringlich. Bei einem Spaziergang gleiche der Strand „einem regelrechten Friedhof“, sagte sie gegenüber ABC. Mehr als hundert Notrufe habe sie erhalten, während sie versuchte, andere verletzte Tiere zu versorgen. Ein Video, das sie auf Instagram teilte, zeigt die zahlreichen toten Tiere. „Unzählige Seevögel, viele Schildkrötenbabys, Fische, Seeschlangen, Aale, Krebstiere und vieles mehr ist verendet. Manche Arten wurden angespült, die man sonst kaum im Wasser zu sehen bekommt. Es bricht uns das Herz für das wunderschöne Riff und unsere Tierwelt“, schrieb Davies dazu.

Empfohlener externer Inhalt
Instagram

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Instagram-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Instagram-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Auch aus wissenschaftlicher Sicht galt der Zeitpunkt des Zyklons als besonders kritisch. Die Meeresbiologin Zoe Richards sprach von einem „Worst-Case-Szenario für das Meeresleben“. Das Riff habe sich gerade erst von der schwersten Korallenbleiche seiner Geschichte erholt. Nun drohe ein weiterer Rückschlag: Es bestehe ein „sehr großes Risiko“, dass die starken Wellen „all die kleinen Korallenbabys“ zerstört hätten, die sich erst vor wenigen Wochen nach der Laichphase neu angesiedelt hätten.

Share.
Exit mobile version