Richtwerte und Warnsignale
Darum ist Bluthochdruck im Alter riskant
Aktualisiert am 06.03.2026 – 07:30 UhrLesedauer: 2 Min.
Viele Ältere fühlen sich gesund und haben dennoch zu hohen Blutdruck. Das ist riskant: Denn unbehandelt drohen Folgeerkrankungen.
Ein bisschen Schwindel, gelegentliche Kopfschmerzen: Viele Menschen nehmen solche Beschwerden nicht ernst. Doch dahinter kann Bluthochdruck als ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko stecken. Mediziner sprechen von Hypertonie, wenn die Werte dauerhaft über 140 zu 90 mmHg liegen. Zwei Drittel aller Menschen über 65 sind betroffen – oft, ohne es zu wissen.
Vor allem bei Älteren steigt das Risiko: Mit den Jahren verlieren die Blutgefäße ihre Elastizität. Dadurch erhöht sich der Druck, den das Herz aufbringen muss, um Blut durch den Körper zu pumpen. Auch bestimmte Lebensgewohnheiten verstärken diesen Effekt: Wer jahrelang raucht, sich ungesund ernährt oder sich kaum bewegt, fördert die Entstehung von Bluthochdruck zusätzlich. Hinzu kommen Risikofaktoren wie Übergewicht, Diabetes und chronischer Stress.
Oft bleibt Bluthochdruck lange unentdeckt. Denn die Erkrankung verursacht zunächst kaum Beschwerden. Dennoch gibt es Warnzeichen, die Betroffene nicht ignorieren sollten:
Auch unspezifische Beschwerden wie Müdigkeit, Reizbarkeit oder Schlafprobleme können auf erhöhten Blutdruck hinweisen – gerade bei Frauen in der Lebensphase der Wechseljahre.
Eine der häufigsten Folgeerkrankungen von Bluthochdruck ist die Arteriosklerose, bei der sich die Blutgefäße durch Ablagerungen verengen und verhärten. Diese Verengung erschwert den Blutfluss und erhöht das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle erheblich. Darüber hinaus kann Bluthochdruck das Herz selbst schädigen, was zu einer sogenannten hypertensiven Herzkrankheit führen kann. Hierbei kann das Herzgewebe verdicken, was seine Fähigkeit, effizient Blut zu pumpen, beeinträchtigt.
Eine weitere gravierende Folge von dauerhaft hohem Blutdruck ist die Schädigung der Nieren. Der erhöhte Druck auf die Nierengefäße kann deren Filterfunktion stören und im schlimmsten Fall zu Nierenversagen führen. Besonders gefährdet sind Menschen, die bereits an anderen Erkrankungen wie Diabetes leiden, da diese das Risiko für Nierenschäden weiter erhöhen. In solchen Fällen kann eine frühzeitige Behandlung von Bluthochdruck entscheidend sein, um die Nieren zu schützen und eine Dialysebehandlung zu vermeiden.











