Beeinflussbarer Risikofaktor

Welche Rolle Alkohol bei Bluthochdruck spielt


Aktualisiert am 02.09.2026 – 14:25 UhrLesedauer: 3 Min.

Frau sitzt mit einem Buch und einem Glas Wein auf dem Sofa (Symbolbild): Obwohl Alkohol zahlreiche Erkrankungen einschließlich Bluthochdruck begünstigt, findet er als Genussmittel breite Akzeptanz. (Quelle: dragana991/getty-images-bilder)

Wieso führt Alkohol mitunter zu Bluthochdruck? Und kann ein Alkoholverzicht den Blutdruck wieder normalisieren? Die Antworten finden Sie hier.

Bluthochdruck – fachsprachlich Hypertonie genannt – macht auf Dauer krank: Er belastet das Herz und verschlechtert die Durchblutung, was letztlich alle Gewebe und Organe im Körper schädigen kann. Die möglichen Folgen reichen bis hin zu akut lebensbedrohlichen Komplikationen wie Herzinfarkt und Schlaganfall.

Es empfiehlt sich also, den Blutdruck langfristig in einem gesunden Bereich zu halten. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Lebensstil: Wer ausreichend körperlich aktiv ist, sich ausgewogen ernährt und bei Übergewicht abnimmt, verringert das Risiko für Bluthochdruck deutlich. Alkohol zu meiden, kann ebenfalls helfen.

Inwiefern steigt der Blutdruck durch Alkohol?

Langfristig droht bereits bei regelmäßigem Genuss geringer Mengen Alkohol ein hoher Blutdruck. Dass ein solcher Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und Alkoholkonsum bestehen kann, hat verschiedene Gründe. Ein Grund ist die Wirkung von Alkohol auf die Blutgefäße:

  • Beim Trinken senkt Alkohol den Blutdruck zunächst, indem er die Blutgefäße erweitert. Da hauptsächlich die Gefäße der Gesichtshaut betroffen sind, ist das Gesicht dann oft gerötet.
  • Doch schon nach kurzer Zeit verengen sich die Blutgefäße unter Alkoholeinfluss, sodass der Blutdruck steigt. Warum, ist noch unklar. Die Werte sind dann oft höher als die Ausgangswerte.

Wer immer wieder Alkohol trinkt, riskiert somit einen anhaltenden Bluthochdruck – mit all seinen möglichen Folgeerkrankungen. In welchem Maß das Risiko für Bluthochdruck durch Alkohol steigt, ist allerdings individuell unterschiedlich. Entscheidend hierfür sind neben der Trinkmenge möglicherweise auch erbliche Faktoren.

Überdies können Bluthochdruck und Alkohol miteinander zusammenhängen, weil übermäßiger Alkoholkonsum zur Entstehung von zwei weiteren Risikofaktoren beiträgt: Übergewicht und erhöhtem Salzkonsum. Denn zum einen sind alkoholische Getränke kalorienreich: Ein Gramm reiner Alkohol hat sieben Kilokalorien, also deutlich mehr als Zucker mit vier Kilokalorien pro Gramm. Zum anderen regt Alkohol den Appetit an: Viele Menschen verspüren dann Lust auf deftiges Essen, das oft sehr salzhaltig ist.

Wer Bluthochdruck vorbeugen möchte, ist daher gut beraten, Alkohol am besten ganz wegzulassen. Der Mythos, dass mäßiger Alkoholkonsum – etwa ein Glas Rotwein am Tag – gut fürs Herz sei und lebensverlängernd wirke, ist nämlich wissenschaftlich klar widerlegt. Fest steht: Alkohol ist ein Zellgift, das auch schon in kleinen Mengen gesundheitsschädlich sein kann.

Hoher Blutdruck und Alkohol – keine gute Kombination

Auch wer bereits dauerhaft erhöhte Blutdruckwerte hat, sollte möglichst keinen Alkohol trinken. Es hat sich gezeigt, dass der Verzicht auf Alkohol bei Bluthochdruck zur Normalisierung der Werte beiträgt – zumindest bei Menschen, die vorher regelmäßig viel Alkohol getrunken haben.

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