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Politik

Blumen, Trauer und Rufe nach Zusammenhalt nach CSD-Anschlag

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 27, 2026
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Blumen, Trauer und Rufe nach Zusammenhalt nach CSD-Anschlag

Terrorismus

Blumen, Trauer und Rufe nach Zusammenhalt nach CSD-Anschlag

Aktualisiert am 26.07.2026 – 21:08 UhrLesedauer: 4 Min.

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Nach dem Anschlag am Rande des CSD in Berlin trauern viele Menschen, unter anderem vor dem Brandenburger Tor. (Quelle: Christoph Soeder/dpa/dpa-bilder)

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Eine Frau stirbt, viele Menschen werden schwer verletzt. Der Angriff mit einem Auto im Berliner Tiergarten galt offensichtlich den Besuchern des Christopher Street Days.

Zwischen gepflegten Gärten in Berlin-Spandau soll der Zugriff erfolgen, hier hat die Polizei den mutmaßlichen Täter des Anschlags am Rande des Christopher Street Days ausfindig gemacht. Dann wurde es dramatisch, das legen zumindest Angaben der Polizei nahe: Der Tatverdächtige lief mit einer Stichwaffe auf Polizisten zu, das SEK schoss auf den Mann. Anwohner erzählten von bis zu neun Schüssen.

Der Mann starb laut Polizei noch am Einsatzort, trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen durch die Feuerwehr. Abdul B. war keine 24 Stunden nach seinem brutalen Angriff mit einem Todesopfer und 29 Verletzten ebenfalls tot.

Abruptes Ende für ein buntes Fest Hunderttausender Menschen

Der Anschlag am Samstagabend hielt Berlin seitdem in Atem und dürfte auch in der neuen Woche noch in allen Köpfen bleiben. Hunderttausende geschminkte, glitzernde Menschen feierten den ganzen Samstag beim Christopher Street Day (CSD) auf den Berliner Straßen. Mehr als 80 Trucks mit Musik fuhren Richtung Tiergarten zur großen Abschlussparty am Brandenburger Tor.

Die Straßen waren am Samstagabend noch überfüllt, als gegen 22.00 Uhr immer mehr Sirenen von Rettungswagen und Polizeiautos rund um die Feiermeile aufheulten. Von allen Seiten fuhren Dutzende Einsatzwagen mit Blaulicht zum südlichen Rand des großen Parks.

Ein Mann fuhr auf dem dunklen Weg im Park zahlreiche Menschen an, die vom CSD kamen. Danach krachte er mit seinem weißen Van gegen einen Baum, stieg aus und floh. Den Ermittlern zufolge ging er mutmaßlich auch mit einer Machete auf Passanten los. 29 erlitten bei dem Anschlag teils schwere Verletzungen. Eine Frau starb.

Täter radikalisierte sich, wollte sich der Terrormiliz IS anschließen

Dutzende Sanitäter und Notärzte der Berliner Feuerwehr versorgten mitten in der Nacht Verletzte auf der Straße unmittelbar am Park. Menschen wurden in Rettungswagen geschoben und zu Krankenhäusern gefahren. In einem schnell aufgebauten Zelt sprachen Seelsorger mit Zeugen der Tat, die unter Schock standen. Die Polizei sperrte den gesamten Park ab und suchte mit Wärmebildkameras aus der Luft nach dem Täter. Aber vergeblich, er entkam in der Dunkelheit.

Auto rast in Menschenmenge - CSD abgebrochenVergrößern des Bildes
Trauer und Tränen in Berlin nach dem Anschlag auf den CSD. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa/dpa-bilder)

Schnell identifizierte das Landeskriminalamt einen Verdächtigen: Der 21-jährige Abdul B. wurde nach Angaben des Bundesinnenministeriums in der Vergangenheit durch ein „hohes Maß an Straftaten“ auffällig. Laut der Berliner Generalstaatsanwaltschaft soll er 2025 versucht haben, sich im Ausland der Terrormiliz Islamischer Staat anzuschließen. 2025 wurde er demnach im Libanon zu einer Haftstrafe verurteilt, im Mai in Deutschland zu einer Bewährungsstrafe.

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