Ausflug in Niedersachsen

Ein See und sein azurblaues Geheimnis


Aktualisiert am 02.03.2026 – 19:20 UhrLesedauer: 2 Min.

Blauer See im Harz: Ein Naturphänomen sorgt für den Farbeffekt im Karibik-Look. (Quelle: IMAGO/Zoonar.com/Daniel Kühne/imago-images-bilder)

Ein See mitten im Harz lockt vor allem im Frühjahr: Dann verwandelt sich das Wasser zu einem karibischen Gewässer – und wirkt äußerst geheimnisvoll.

Kleiner See, großes Staunen: Mitten im Harzer Landschaftsschutzgebiet liegt ein winziges Naturphänomen. Eingebettet zwischen Felshängen und Nadelbäumen zeigt sich der Blaue See. Jedes Jahr zieht das Gewässer zahlreiche Besucher an, denn vor allem seine Farbe fasziniert die Menschen. Mit seiner azurblauen Färbung verströmt der See Karibikflair, weit fahren müssen Niedersachsen und Bremer dafür jedoch nicht, auch wenn der See in Sachsen-Anhalt liegt.

Von Bremen aus sind es mit dem Auto knapp drei Stunden, die vorrangig über die Autobahn führen. Startet man in Hannover, ist man bereits in knapp zwei Stunden im nächstgelegenen größeren Ort Elbingerode. Von dort aus können Besucher den Weg von gut fünf Kilometern am besten zu Fuß bewerkstelligen – der Harz gilt eben auch als Eldorado für Wanderfans. Auch mit dem Auto ist eine Anreise möglich. Praktischerweise liegt der Blaue See in unmittelbarer Nähe zur B27.

Zwar ist das Baden im künstlich angelegten See offiziell verboten, dennoch springen immer wieder Einheimische wie Touristen in das erfrischende Nass, wie Berichte und Fotos zahlreicher Plattformen zeigen. Da jedoch allein der Anblick des tiefblauen Wassers Faszination genug sein kann, reicht es auch, sich vom Ufer aus an der Schönheit zu erfreuen.

Das „blaue Wunder“, so wird der See von vielen umgangssprachlich genannt, erhält seine charakteristische Farbe durch Kalziumpartikel, die sich im Wasser befinden. Der See wird zum einen durch Regenwasser gespeist, zum anderen durch Karstquellen. So bildet sich eine hohe Konzentration von Kalziumkarbonat am Grund, das Wasser darüber ist nährstoffarm und sauber. Fällt dann Sonnenlicht auf den See, erstrahlt er im Idealfall in einem tiefen Hellblau.

Dieses Phänomen tritt meist in den Frühjahrsmonaten auf. Die Sonne scheint häufiger und intensiver, der See ist gut gefüllt – ideale Bedingungen für ein „blaues Wunder“. Im Hochsommer verfärbt sich der See größtenteils grünlich. Das Wasser nimmt ab, eine vermehrte Algenbildung setzt ein. Fällt kaum noch Regen, trocknet der See auch schon mal gänzlich aus.

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