Bis zu 80 Liter Regen möglich

DWD warnt in München vor schwerem Gewitter


30.06.2026 – 19:03 UhrLesedauer: 2 Min.

Gewitter über München: Der Deutsche Wetterdienst warnt in München und in weiten Teilen Bayerns vor Gewittern und Unwettern. (Quelle: Peter Kneffel/dpa)

Es droht erneut turbulentes Wetter. Der DWD warnt vor schwerem Gewitter – mit Starkregen, Sturmböen und Hagel.

Auf die Hitze folgt die Unwettergefahr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für München eine Vorabinformation vor schwerem Gewitter herausgegeben. Die Warnung gilt am Mittwoch von 6 bis 13 Uhr. Meteorologen rechnen mit einem größeren Gewitterkomplex, der aus den Alpen heranzieht und örtlich heftigen Starkregen, Sturmböen und Hagel bringt.

Bereits in der Nacht zum Mittwoch ziehen von Westen her vermehrt Gewitter auf. Laut DWD können sie örtlich stark oder unwetterartig ausfallen – mit Starkregen von 20 bis 30 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit, Hagel und Windböen bis 60 km/h. In München bleibt es zunächst noch vergleichsweise mild, die Temperaturen sinken kaum unter 18 Grad.

Punktuell 80 Liter Starkregen pro Quadratmeter

Am Mittwochmorgen verschärft sich die Lage deutlich. Aus den Alpen heraus sollen sich vermehrt starke, lokal unwetterartige Gewitter bilden. Diese können rasch zu einem größeren Gewitterkomplex zusammenwachsen und nordost- bis ostwärts ziehen. Die größte Gefahr geht nach DWD-Angaben von Starkregen aus.

  • Rund 200 Einsätze: Unwetter zieht über München – Feuerwehr im Dauerstress

Gebietsweise können 25 bis 40 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde fallen, in wenigen Stunden 40 bis 60 Liter. Punktuell seien sogar Mengen um 80 Liter pro Quadratmeter nicht ausgeschlossen. Dazu drohen stürmische Böen, örtlich Sturmböen mit 65 bis 80 km/h und vereinzelt Hagel. Gegen Mittwochmittag soll der Gewitterkomplex nach Österreich und Tschechien abziehen.

Feuerwehr am Montag rund 200 Mal im Einsatz

Die Warnung kommt kurz nach einem heftigen Unwetter in München. Am Montagabend hatte Starkregen zahlreiche Straßen und Unterführungen überflutet. Nach Angaben der Feuerwehr rückten die Einsatzkräfte zu rund 200 wetterbedingten Einsätzen aus. Keller und Garagen liefen voll, Bäume stürzten um, zudem kam es zu zwei Dachstuhlbränden. Nach ersten Erkenntnissen wurde niemand verletzt.

Mit der Kaltfront endet zugleich die Hitze. Statt Werten um 28 Grad wie am Dienstag liegen die Höchstwerte am Mittwoch nur noch zwischen 19 und 23 Grad. In München werden etwa 22 Grad erwartet. In der Nacht zum Donnerstag kühlt es weiter auf 14 bis 11 Grad ab.

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