Monteure sterben in der Nacht
Tote bei schwerem Windkraft-Unfall
Aktualisiert am 25.02.2026 – 11:29 UhrLesedauer: 2 Min.
In Hessen sind Arbeiter dabei, eine Windkraftanlage zu montieren. Plötzlich gibt es im Inneren Probleme – ein Arbeitskorb stürzt aus großer Höhe ab.
Bei einem Arbeitsunfall an einer Windenergieanlage sind im Main-Kinzig-Kreis in Hessen zwei Menschen gestorben. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, starben beide Monteure in der Nacht.
Kollegen hörten demnach gegen 4.45 Uhr einen lauten Knall aus dem Inneren der Anlage, die gerade errichtet wird. Es stellte sich heraus: Die beiden 32 Jahre alten Monteure waren ersten polizeilichen Erkenntnissen zufolge offenbar in einer Art Arbeitskorb beschäftigt, der im oberen Bereich des gerade im Aufbau befindlichen Windradturms positioniert war.
Aus bislang unbekannter Ursache kam es dann zu Problemen. Der Arbeitskorb sei aus großer Höhe im Inneren des Turms in die Tiefe gestürzt, teilte die Polizei mit.
Für die beiden Monteure sei jede medizinische Hilfe zu spät gekommen, heißt es in der Mitteilung der Beamten weiter: „Sie waren offenbar sofort tot.“
Der Arbeitsunfall ereignete sich in Birstein nahe der Bundesstraße 276 zwischen den Ortsteilen Fischborn und Wüstwillenroth. Die Polizei ermittelt nun, wie genau sich das Unglück ereignen konnte. Ein Gutachter wurde hinzugezogen.
Wie die „Bild“-Zeitung berichtete, handelt es sich bei dem in Bau befindlichen Windpark um das größte Windkraftprojekt der Region. Der Windpark soll demnach ab Ende 2026 in Betrieb gehen.
Geplant sind laut HessenEnergie mindestens neun Windkraftanlagen vom Typ Vestas V172 mit einer Leistung von jeweils 7,2 Megawatt. Das reiche aus, um etwa die Hälfte des Main-Kinzig-Kreises mit Energie zu versorgen, hieß es.
