26 Produkte getestet

„Öko-Test“: Diese Tomaten können Sie bedenkenlos essen


Aktualisiert am 22.05.2026 – 13:34 UhrLesedauer: 2 Min.

Cherrytomaten: Die kleinen Tomaten eignen sich bestens für Salate oder als Snack zwischendurch. (Quelle: IMAGO/Maximilian Koch/imago)

Snacktomaten gelten als gesunder Klassiker auf dem Teller. Im Öko-Test fallen einige Sorten aber durch – wegen Belastung mit Pestiziden.

Kirschtomaten, Cherrytomaten, Minitomaten: Das rote Gemüse ist beliebt, vielseitig und gilt zudem als gesund. Aber werden alle Tomaten diesem Ruf gerecht? „Öko-Test“ hat 26 Snacktomaten auf Pestizidrückstände untersucht. Das Ergebnis fällt je nach Anbauweise sehr unterschiedlich aus.

Von den 26 getesteten Produkten stammte die Hälfte aus ökologischem Anbau. Alle Bioprodukte schnitten im Test mit „sehr gut“ ab – sie waren vollständig frei von Pestiziden. Bei den konventionell angebauten Tomaten sieht das Bild deutlich gemischter aus: Nur drei von ihnen waren ohne Rückstände, insgesamt vier erhielten die Bestnote.

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Bio schneidet besser ab als konventionell

In einigen konventionellen Produkten fanden die Tester bis zu fünf verschiedene Pestizide – darunter Wirkstoffe, die „Öko-Test“ als „besonders bedenklich“ einstuft. Besonders auffällig: die Rewe Beste Wahl Cherry-Roma-Tomaten. In ihnen steckten Spuren von Pestiziden, die laut CLP-Verordnung als „vermutlich krebserregend beim Menschen“ gelten oder im EU-weiten Anbau nicht mehr zugelassen sind.

Was ist die CLP-Verordnung?

Die CLP-Verordnung (Classification, Labelling and Packaging) ist eine EU-Verordnung, die einheitliche Regeln für die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Chemikalien und Gemischen festlegt – unter anderem, ob ein Stoff als giftig, krebserregend oder umweltgefährlich eingestuft wird.

Auch wenn beim Verzehr keine akute Gefahr besteht, sieht „Öko-Test“ Mehrfachbelastungen mit Pestiziden kritisch. Der Grund: Die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Wirkstoffen sind bislang kaum erforscht. Eine 2026 veröffentlichte Studie liefert beunruhigende Hinweise auf sogenannte Cocktail-Effekte, wie es in der Pressemitteilung von „Öko-Test“ heißt. Demnach kann das Krebsrisiko von Menschen, die in ihrer Umwelt Mischungen verschiedener Pestizide ausgesetzt sind, um das 2,5-Fache steigen – obwohl keiner der einzelnen Wirkstoffe für sich allein genommen als krebserregend oder extrem gefährlich eingestuft ist.

Insgesamt waren 16 der 26 getesteten Snacktomaten frei von Pestizidrückständen – darunter sämtliche Bioprodukte. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, ist mit einem Biosiegel also gut beraten.

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