04.02.2026 – 23:58 UhrLesedauer: 2 Min.
Mehrere Male hat sich Bill Gates mit Jeffrey Epstein getroffen. Jetzt spricht der ehemalige Unternehmer über sein Verhältnis zu dem Sexualstraftäter.
Der Microsoft-Gründer und Philanthrop Bill Gates hat sich erstmals zu Erwähnungen in den vor wenigen Tagen veröffentlichten Epstein-Akten geäußert. In diesen sind E-Mails enthalten, in denen Gates von Epstein beschuldigt wird, er habe nach Treffen mit Frauen gefragt und sich mit einer Geschlechtskrankheit angesteckt.
Der ehemalige Unternehmer, einer der vermögendsten Menschen der Welt, wies die Berichte in einem Interview mit dem australischen Sender 9News zurück. „Anscheinend hat Jeffrey eine E-Mail an sich selbst geschrieben. Diese E-Mail wurde nie verschickt. Die E-Mail ist gefälscht“, sagte er, „ich weiß nicht, was er sich dabei gedacht hat. Wollte er mich irgendwie angreifen? Ich bereue jede Minute, die ich mit ihm verbracht habe, und entschuldige mich dafür, dass ich das getan habe. Ich entschuldige mich dafür.“
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Bill Gates sagte in dem Interview, er traf Epstein im Jahr erstmals 2011 und hätte über einen Zeitraum von drei Jahren mehrmals mit dem Sexualstraftäter zu Abend gegessen. Er sei aber niemals auf einer von Epsteins Inseln gewesen oder habe Beziehungen zu Frauen gehabt.
Zuvor hatte sich seine Ex-Frau Melinda zu Wort gemeldet. Am Dienstag erklärte die 60-Jährige in einem Podcast des US-Radiosenders NPR, ihr Ex-Mann müsse sich zu den Vorwürfen äußern, die sich aus den neu veröffentlichten Dokumenten ergeben.
Die Schlagzeilen über die E-Mails von Epstein hätten sie mit „unglaublicher Traurigkeit“ erfüllt. Es falle ihr persönlich schwer, wenn diese Details wieder an die Öffentlichkeit kämen. Das rufe Erinnerungen an „sehr, sehr schmerzhafte Zeiten in meiner Ehe“ zurück, so Melinda French Gates. Sie habe aber bewusst damit abgeschlossen.
Bei den Treffen mit Epstein hat es sich laut Gates um mögliche Spender für die Stiftung von Gates gedreht, die Menschen weltweit ein gesünderes Leben ermöglichen will. „Der Fokus lag immer darauf, dass er viele sehr reiche Leute kannte und behauptete, er könne sie dazu bringen, Geld für die globale Gesundheit zu spenden. Rückblickend war das eine Sackgasse“, sagte der ehemalige Unternehmer.
