Social-Media-Verbot
Bildungsministerin Prien will WhatsApp regulieren
19.03.2026 – 08:23 UhrLesedauer: 2 Min.
Beim Thema Jugendschutz sei in Deutschland lange zu wenig hingeschaut worden. Karin Prien möchte das nun ändern und nimmt auch den Messengerdienst WhatsApp in den Blick.
Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) hat sich für eine Regulierung des Messengerdienstes WhatsApp für Kinder und Jugendliche ausgesprochen, berichtet der WDR. „Ich glaube, wir müssen nicht nur über Social-Media-Regulierung, sondern auch über Messengerdienst-Regulierung sprechen, wenn wir insgesamt über Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt diskutieren“, erklärte die CDU-Politikerin dem Sender. Hintergrund ist eine Befragung von infratest dimap und Recherchen des WDR.
Demnach haben über ein Drittel der befragten Schülerinnen und Schüler zwischen 10 und 16 Jahren belastende oder unangenehme Inhalte im Klassenchat gesehen. Unter ihnen haben 69 Prozent Beleidigungen oder Bloßstellungen von Schülerinnen, Schülern, Lehrerinnen und Lehrern mitbekommen, 54 Prozent Ausgrenzung oder Mobbing. Videos von Gewalt oder Verletzungen haben 26 Prozent der befragten Kinder und Jugendlichen bereits gesehen, zwölf Prozent von ihnen auch Videos oder Bilder von nackten Körpern.
Karin Prien räumt ein: Beim Thema Jugendschutz sei in der Vergangenheit nicht genau genug hingeschaut worden. Die Umfrage bestätige ihre Einschätzung, dass Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt in Deutschland nicht hinreichend umgesetzt wird. Kinder und Jugendliche würden Schaden nehmen, „weil wir diesen Bereich bisher zu wenig im Blick hatten und auch zu wenig reguliert haben.“
Bisher war die politische Debatte in Deutschland von einem Verbot von Social-Media-Nutzung für Kinder und Jugendliche geprägt. Private Chaträume wie bei WhatsApp waren dabei kein Thema.










