Bremer Pflegeheim

Bewohner unterversorgt? Ermittlungen wegen Misshandlung

05.09.2026 – 17:29 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein Pflegeheim (Archivbild): In Bremen laufen Ermittlungen, unter anderem wegen des Verdachts auf Körperverletzung. (Quelle: IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

Eine Pflegerin alarmiert die Polizei: Bewohner sollen dehydriert sein. Was steckt hinter den Vorwürfen?

Die Staatsanwaltschaft Bremen ermittelt gegen die Leitung eines Bremer Pflegeheims wegen des Verdachts auf Körperverletzung und Misshandlung von Schutzbefohlenen. Ein Sprecher der Behörde bestätigte das Verfahren. Bewohner sollen nicht ausreichend versorgt und teilweise dehydriert sein. Zunächst hatte das Regionalmagazin „buten un binnen“ berichtet.

Den Ermittlungen vorausgegangen war der Notruf einer Mitarbeiterin. Sie hatte die Polizei gerufen, weil sie sich mit der Versorgung der Bewohner alleingelassen fühlte.

Geschäftsführer: „Wirklich null nachvollziehbar“

Der Geschäftsführer der Einrichtung, Michael Müller, weist die Vorwürfe zurück. „Es sind genug Leute im Haus, die die Versorgung sicherstellen“. Momentan seien zwar einige Pflegekräfte krank, sagte Müller. Doch dafür springen Kolleginnen und Kollegen ein, die eigentlich freihaben. „Wir erfüllen den gesetzlichen Stellenschlüssel.“ Das habe die Heimaufsicht erst vergangene Woche festgestellt und auch heute noch einmal bestätigt. „Unsere Bewohner in den höheren Pflegegraden sind alle gut versorgt.“

Die Vorwürfe würden sich „in Schall und Rauch auflösen“ und seien für ihn „wirklich null nachvollziehbar“, betonte Müller. Demnach leben aktuell 65 Menschen in dem Heim, das Platz für 80 Bewohnerinnen und Bewohner bietet. Der Geschäftsführer stellte sich hinter die Leitung des Hauses und behält sich nach eigenen Angaben rechtliche Schritte vor.

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