350 Mitarbeiter
Berühmte Musikfirma aus Berlin meldet Insolvenz an
02.02.2026 – 10:52 UhrLesedauer: 1 Min.
Die 1996 in Kreuzberg gegründete Firma „Native Instruments“ ist pleite. Der Betrieb läuft aber zunächst weiter.
Das Berliner Unternehmen „Native Instruments“ hat Insolvenz angemeldet. Für mehrere Teile der Firma wurden entsprechende Anträge beim Amtsgericht Charlottenburg gestellt. Das geht aus öffentlich zugänglichen Unterlagen hervor. Das Gericht bestellte demnach bereits einen Rechtsanwalt zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Mehrere Medien hatten bereits über die Insolvenz berichtet.
Die Firma kümmert sich um die Entwicklung, die Vermarktung und den Vertrieb von Software und Hardware in der Audiotechnologie. Insbesondere Musikproduzenten und DJs sind Kunden des Unternehmens, das 1996 in Kreuzberg gegründet wurde. Von der drohenden Insolvenz sind laut übereinstimmenden Medienberichten rund 350 Mitarbeiter betroffen.
In einer Stellungnahme des „Native Instruments“-Chefs Nick Williams heißt es, dass der Betrieb wie gewohnt weiterlaufe und die Produkte weiterhin erhältlich seien. Und weiter: „Wir arbeiten mit großem Engagement und Verantwortungsbewusstsein daran, ‚Native Instruments‘ eine gesunde und tragfähige Zukunft zu sichern.“ Man habe ein Restrukturierungsverfahren eingeleitet. „Unser Fokus liegt darauf, die Kontinuität für Kreative, Kunden und Partner zu gewährleisten“, heißt es.
Bereits vor einigen Jahren hatte „Native Instruments“ mit Problemen zu kämpfen, schreibt „Heise Online“. Dabei handelt es sich um einen Nachrichtendienst für Informations- und Telekommunikationstechnik. Demnach gab es bereits 2019 und 2020 Entlassungen und eine Umstrukturierung des Unternehmens. Außerdem sei versucht worden, das Unternehmen an zwei Investmentfirmen zu verkaufen – vergeblich.
