„Der Weg zum Licht“
Berliner Clan-Chef attackiert Linke – und will Partei gründen
15.10.2026 – 21:28 UhrLesedauer: 2 Min.
Issa Remmo wirft der Berliner Linkspartei vor, zu lügen. Der Clan-Chef ärgert sich vor allem über einen Abgeordneten – und verkündet eigene politische Pläne.
Nach seinem Auftritt bei der Wahlparty der Berliner Linken nach der Abgeordnetenhauswahl am 20. September irritiert Clan-Chef Issa Remmo nun erneut – dieses Mal mit Kritik an der Hauptstadt-Linken und Plänen zur Gründung einer eigenen Partei.
Bei „Bild“ äußert sich der 58-jährige Kopf der Berliner Remmo-Familie verärgert, vor allem über Ferat Koçak, den Bundestagsabgeordneten der Linken aus Berlin-Neukölln. Dieser hatte seinen Posten im Innenausschuss des Bundestags aufgegeben, nachdem dessen Kontakte zur Remmo-Familie öffentlich geworden waren. So hatte ihm Firas Remmo, Sohn von Issa Remmo unter anderem geschrieben: „Bruder, egal was du brauchst, egal was ich für dich tun kann, lass mich wissen.“ Koçak erklärte daraufhin, er habe nicht gewusst, mit wem er da geschrieben habe und wer dessen Vater sei. Die Großfamilie Remmo ist wegen etlicher Kriminalfälle immer wieder in den Schlagzeilen.
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Dass Koçak angeblich nicht wisse, wer Issa Remmo ist, nimmt dieser offenbar übel. „Hätte er gesagt: ‚Ich kenne Issa‘, dann hätte man ihn für seine Ehrlichkeit respektiert. Aber Ferat Koçak lügt“, sagte Issa Remmo nun „Bild“. „Koçak kam zu mir ins Büro. Mehr als eine Stunde haben wir diskutiert“, behauptet Remmo. „Nicht über Drogen und Waffen, sondern über Politik, Sozialismus und Enteignungen.“ Ob dieses Treffen wirklich stattgefunden hat, ist unklar. Bislang hat sich Koçak nicht zu den Aussagen Remmos geäußert.

Issa Remmo über Wahlparty: „Keiner hat mich weggeschickt“
Ärger gab es auch über Remmos Auftritt bei der Berliner Linkspartei am Wahlabend. Nachdem Fotos das Oberhaupt der aus dem Libanon stammenden Familie gezeigt hatten, erklärte die Parteiführung später, man habe Issa Remmo der Party verwiesen. Das weist dieser jetzt explizit zurück: Niemand hätte ihn weggeschickt hat, erklärt Remmo. Und sein Groll sitzt offenbar tief.
Vor der Wahl habe er dazu aufgerufen, die Linke zu wählen, beispielsweise bei der Hochzeitsfeier seines Sohnes mit 3.000 Gästen. Nun sei Schluss mit seiner Unterstützung für die Linkspartei, so Remmo. Zuvor habe er jahrelang die CDU unterstützt, behauptet er. Doch auch die habe ihn verleugnet. Als Reaktion auf seine Enttäuschungen möchte Remmo am liebsten seine eigene Partei gründen.
„Bei der nächsten Wahl wähle ich mich selbst“, sagt Remmo. „Wenn ich den deutschen Pass bekomme, gründe ich meine eigene Partei.“ Den Namen habe er schon: „Der Weg zum Licht“. Auch zum Programm seiner noch zu gründenden Partei äußerte sich Remmo bereits. Er möchte mit dem Drogenhandel aufräumen.