Arbeitsniederlegung
Verdi ruft alle Beschäftigten zu Streik am Flughafen BER auf
Aktualisiert am 16.03.2026 – 14:44 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Gewerkschaft Verdi hat zu einem Warnstreik am Flughafen BER aufgerufen. Sie kritisiert das Angebot der Arbeitgeber. Die Auswirkungen sind noch unklar.
Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten am Flughafen Berlin-Brandenburg für den 18. März 2026 zum Warnstreik aufgerufen. Nach Angaben der Gewerkschaft ist der Arbeitskampf eine direkte Reaktion auf das Angebot des Arbeitgebers in der laufenden Tarifrunde.
In der zweiten Verhandlungsrunde legte der Arbeitgeber ein Angebot vor. Die Verdi-Tarifkommission wies es als nicht verhandelbar zurück. Das Angebot sieht keine Lohnerhöhung bis Juni 2026 vor. Ab Juli käme ein Prozent hinzu, ab Juli 2027 eineinhalb Prozent, ab Mai 2028 erneut ein Prozent – bei einer Laufzeit bis Ende 2028. Über den gesamten Zeitraum ergibt sich laut der Gewerkschaft eine durchschnittliche Steigerung von rund einem Prozent pro Jahr. Die Gewerkschaft wertet das als Reallohnverlust für die Beschäftigten.
Holger Rößler, Verhandlungsführer von Verdi sagte: „Das ist kein ernsthaftes Angebot, sondern eine Provokation am Verhandlungstisch.“ Zusätzlich stellte die Arbeitgeberseite laut Verdi tarifliche Sonderregelungen für Gewerkschaftsmitglieder infrage. Der Arbeitgeber weigerte sich demnach auch, den Ausbildungstarifvertrag neu zu verhandeln und wieder in Kraft zu setzen.
Nach Angaben von Rößler soll der Streik ab etwa 5 Uhr beginnen. Jedoch hätten die Beschäftigten unterschiedliche Zeiten, an denen ihre Frühschicht beginne. Zum Streik aufgerufen sind demnach alle Beschäftigten der Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH, sagte er der Regionalredaktion von t-online in Berlin. Dazu gehören Beschäftigte der Flughafenfeuerwehr, der Verwaltung sowie Beschäftigte, die die Flugbetriebsflächen reinigen. Laut Rößler arbeiten dort insgesamt knapp 2.000 Menschen, am Streiktag sind etwa 400 bis 500 Beschäftigte zum Streik aufgerufen.
Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 25. März 2026 angesetzt. Verdi erwartet bis dahin ein verbessertes Angebot der Arbeitgeber. Eine Stellungnahme der Arbeitgeberseite liegt bislang nicht vor. Zur Zahl der betroffenen Beschäftigten machte Verdi noch keine Angaben.










