Verdacht der Bestechlichkeit

Hausdurchsuchung bei Berliner SPD-Spitzenkandidaten Krach


09.09.2026 – 16:17 UhrLesedauer: 1 Min.

Steffen Krach: Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen den SPD-Politiker. (Archivbild) (Quelle: Sebastian Christoph Gollnow/dpa/dpa-bilder)

Gegen den SPD-Spitzenkandidaten für die Berlin-Wahl wird ermittelt. Nun gab es Hausdurchsuchen, auch in seiner privaten Wohnung.

Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen den Berliner SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach. Eine Sprecherin der Behörde bestätigte damit einen Bericht der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. In diesem Zusammenhang seien am Mittwoch drei Objekte in Hannover und Berlin durchsucht worden.

Dabei gehe es um den Vorwurf der Bestechlichkeit. Hausdurchsuchungen gab es offenbar in Krachs privater Berliner Wohnung, in der Berliner SPD-Landeszentrale im Stadtteil Wedding sowie in Krachs früherem Amtssitz in Hannover, berichtet der „Tagesspiegel“.

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Der Vorwurf stammt demnach aus Krachs Zeit als Präsident der Region Hannover, wo er zwischen Ende 2021 und Anfang 2026 tätig war. Konkret wird ihm laut „Tagesspiegel“ vorgeworfen, eine Spende eines Trägers im Gesundheitswesen angenommen zu haben, um sich für ihn in einem Bieterverfahren einzusetzen.

Vorwürfe auch gegen Träger aus Gesundheitssystem

Dabei ging es offenbar um die Nachfolgenutzung des alten Krankenhauses in Lehrte, das 2030 schließen soll. Krach setzte sich öffentlich für das Modell jenes Trägers ein, der ihn bestochen haben soll. Am Ende bekam aber ein anderer Bieter den Zuschlag.

Der „Tagesspiegel“ berichtet, dass die Ermittler allerdings nicht ausschließen, dass Krach vom verdächtigten Anbieter eine Spende erhalten hat. Es sei aber nicht klar, ob diese an ihn als Person oder die SPD der Region gerichtet gewesen sein soll.

Die Staatsanwaltschaft erklärte im „Tagesspiegel“, dass es ein Ermittlungsverfahren und dazu Durchsuchungen gegeben habe. Bei dem Anbieter waren bereits im Mai 2026 Geschäftsräume durchsucht worden.

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