Millionen-Projekt
Große Autobahn-Offensive bringt Baustellen in Berlin
23.02.2026 – 18:54 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Autobahngesellschaft setzt 2026 zahlreiche Baumaßnahmen in Brandenburg und Berlin um. Besonders die A115-Baustelle bleibt lange bestehen.
Die Autobahngesellschaft des Bundes hat für 2026 Baumaßnahmen im Wert von 320 Millionen Euro in Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern angekündigt. Der Direktor der Niederlassung Nordost der Autobahn GmbH, Ronald Normann, teilte die Pläne am Montag in Güstrow mit. Von der Gesamtsumme entfallen 181 Millionen Euro auf Brandenburg und 63 Millionen Euro auf Berlin.
In Brandenburg steht der Ersatzneubau der Mühlenfließbrücke bei Rüdersdorf als größtes Projekt an. Für den 742 Meter langen Neubau sind über drei Jahre insgesamt 221,6 Millionen Euro eingeplant. Die Bauarbeiten beginnen im Oktober 2026 und sollen bis Juni 2030 andauern.
Bereits seit dem Frühjahr des vergangenen Jahres läuft die Erneuerung der A10 zwischen Freienbrink und Königs Wusterhausen. Der erste Bauabschnitt umfasst 4,9 Kilometer und kostet 81,3 Millionen Euro. Diese Arbeiten werden voraussichtlich Ende des Jahres abgeschlossen.
Auf der A13 müssen Autofahrer zwischen Mai und Oktober mit Behinderungen rechnen. Zwischen Ortrand und Klettwitz werden in Fahrtrichtung Berlin Erhaltungsarbeiten auf einer Strecke von 6,1 Kilometern durchgeführt. Die Kosten belaufen sich auf 4,9 Millionen Euro.
Brandenburg verfügt über ein Autobahnnetz von rund 800 Kilometern, während Berlin etwa 100 Kilometer Autobahn besitzt. In der Hauptstadt bleibt die Baustelle auf der A115 zwischen der Spanischen Allee und der Landesgrenze zu Brandenburg ein Problemfall. Die Arbeiten würden laut Normann noch bis Ende 2027 dauern und seien bereits rund neun Monate im Verzug.
Der strenge Winter erschwert die Bauarbeiten zusätzlich. Durch die vielen Frost-Tau-Wechsel entstehen zahlreiche Schlaglöcher, besonders auf der A19 zwischen Röbel in Mecklenburg-Vorpommern und der Landesgrenze Brandenburg in Fahrtrichtung Rostock.
In Mecklenburg-Vorpommern starten in diesem Jahr die Arbeiten an fünf Brückenbauwerken. Ab September wird auf der A14 über die Störwasserstraße bei Plate eine Behelfsbrücke für sieben Millionen Euro errichtet. Auf der A24 beginnen im Dezember die Arbeiten für einen Ersatzneubau zwischen den Anschlussstellen Zarrentin und Wittenburg.
