Collien Fernandes ruft zu Demo auf
Eine Promi-Rede bekommt besonders viel Applaus
Aktualisiert am 22.03.2026 – 17:18 UhrLesedauer: 2 Min.
Tausende versammeln sich am Brandenburger Tor. Unter den Rednerinnen: Klimaaktivistin Luisa Neubauer – mit einer kämpferischen Ansage.
Vor dem Brandenburger Tor in Berlin haben sich am Sonntag Tausende Menschen versammelt. Sie protestieren gegen sexualisierte Gewalt. Laut Veranstaltern sind inzwischen 13.000 Teilnehmer vor Ort. Organisiert hat die Kundgebung das neu gegründete Bündnis „Feminist Fight Club!“.
Das Bündnis will auf Missstände und Gesetzeslücken aufmerksam machen – sowohl bei digitaler als auch bei analoger sexualisierter Gewalt in Deutschland. Laut Polizei waren 500 Teilnehmer angemeldet. Unter den Teilnehmenden sind hauptsächlich Frauen, berichtet ein Reporter vor Ort. Aber auch einige Männer.
Die bislang prominenteste Rednerin ist wohl Klimaaktivistin Luisa Neubauer. „Männer können froh sein, dass wir einfach nur Gleichberechtigung wollen. Und nicht Vergeltung“, sagte sie unter großem Applaus. „Frauen wollen einfach nur ihr Leben leben. Wir lassen uns nicht kleinmachen!“
Gleich zu Beginn der Demo fiel bei einer anderen Rede der Name Marco Buschmann. Der ehemalige FDP-Justizminister habe auf europäischer Ebene eine gesetzliche Regelung gegen sexualisierte Gewalt verhindert, hieß es von der Bühne. Die Menge reagierte mit lauten Buhrufen. Eine Rednerin fordert Gesetze nach spanischem Vorbild – und erntet dafür großen Applaus, so der Reporter vor Ort weiter.
TV-Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes hatte die Demo auf Instagram so bekannt gemacht. „Lasst uns laut sein und laut bleiben“, schrieb sie. Laut ihrem Management hat Fernandes die Demonstration aber weder organisiert noch tritt sie dort als Rednerin auf. Sie habe lediglich darauf aufmerksam gemacht.
