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Home » Bericht über zweiten Todesfall – Sorge wird größer
Panorama

Bericht über zweiten Todesfall – Sorge wird größer

MitarbeiterBy MitarbeiterOktober 8, 2026
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WHO fordert Aufklärung

Pest-Angst in Russland – Bericht über zweiten Todesfall


Aktualisiert am 08.10.2026 – 07:16 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Institut für Pestbekämpfung in Irkutsk (Archivbild): Eine Mitarbeiterin des Instituts ist gestorben, Berichten zufolge soll auch ein weiter Mitarbeiter tot sein. (Quelle: Uncredited/The Irkutsk Anti-Plague Research Institute of Siberia and Far East/AP/dpa)

Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00

Gibt es einen zweiten möglichen Pest-Fall in Russland? Ist der Patient gestorben? Die WHO zeigt sich nach Medienberichten besorgt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Russland um Informationen über einen möglichen weiteren Todesfall durch eine Lungenentzündung in Irkutsk gebeten. Sie bezog sich auf einen Medienbericht, der wie in diesem Fällen üblich systematisch geprüft und als glaubhaft eingeschätzt worden sei, betonte WHO-Experte Abdirahman Mahamud in Genf.

Zuvor hatte unter anderem die britische „Daily Mail“ unter Berufung auf lokale Medienberichte gemeldet, dass offenbar eine zweite Person im Bezirkskrankenhaus von Irkutsk gestorben sei, nachdem sie sich angeblich mit der Pest infiziert hatte. Der Kreml versuche, dies zu vertuschen. Mehrere Berichte russischer Medien über die Pest seien verschwunden.

  • Pest in Putins Reich: „Wirkt, als hätten sie etwas zu verbergen“

WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus forderte daraufhin am Mittwoch Russland auf, die Berichte über einen zweiten Mitarbeiter mit einer Lungenentzündung unbekannter Ursache zu klären. Eine Antwort sei noch nicht eingetroffen, hieß es. Auch zu dem ersten Fall des Todes einer Wissenschaftlerin, die am Institut zur Bekämpfung von Pestkrankheiten in Irkutsk arbeitete, wurden die russischen Behörden um weitere Informationen gebeten. In ihrem Fall war von möglicher Lungenpest die Rede gewesen. Russland bestritt dies.

„Wir haben noch keinen vollständigen Überblick über die Situation und sind nicht in der Lage, eine umfassende Risikobewertung durchzuführen“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Weitere WHO-Fragen zum Todesfall in Irkutsk

Russland berichtete nach Angaben der WHO, die junge Wissenschaftlerin sei nicht an Lungenpest gestorben, sondern an einer Lungenentzündung unbekannter Herkunft. Es habe keinen Unfall an dem Institut gegeben.

Bei den Informationen, die die WHO angefragt hat, geht es unter anderem darum, welche Art von Tests bei der Frau und rund 200 weiteren Personen durchgeführt wurden, mit welchem Material die Frau genau gearbeitet hatte, welche Sicherheitsvorkehrungen an dem Institut galten sowie ob und wie sie geimpft war, sagte WHO-Spezialistin Maria van Kerkhove.

Nach ihren Angaben wurden der WHO zwischen 2019 und 2025 aus zehn Ländern knapp 4.000 Pestfälle gemeldet, darunter 423 Todesfälle.

Die für Seuchenbekämpfung in Russland zuständige Behörde Rospotrebnadsor teilte unterdessen am Mittwoch mit, die Reihenuntersuchungen möglicher Kontaktpersonen der gestorbenen Wissenschaftlerin seien fast abgeschlossen. 90 Prozent der Personen unter Beobachtung seien untersucht worden, es seien keine Gesundheitsbeeinträchtigungen im Zusammenhang mit Infektionskrankheiten festgestellt worden, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Tass aus der Mitteilung.

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