ADAC-Analyse der Spritpreise

Benzin teurer, Diesel stagniert


12.02.2026 – 12:48 UhrLesedauer: 2 Min.

„Weit von angemessenen Verhältnissen entfernt“: Diesel ist viel zu teuer, schimpft der ADAC. (Quelle: Sebastian Kahnert/dpa/dpa-bilder)

Wer Super tankt, zahlt drauf. Wer Diesel braucht, kommt billiger weg – ein wenig jedenfalls. Doch die Erleichterung täuscht. Gemessen an der niedrigen Steuerlast ist der Preisnachlass beim Diesel viel zu gering.

Benzin wird teurer, Diesel billiger. Der ADAC meldet: Für den Liter Super E10 müssen Autofahrer im Schnitt 1,754 Euro zahlen. Das ist ein Aufschlag von 0,6 Cent binnen einer Woche. Wer Diesel tankt, kommt mit 1,716 Euro davon; der Preis sank um einen halben Cent.

Dabei werden Dieselfahrer um ihren Vorteil geprellt. Der Staat verlangt pro Liter 20 Cent weniger Steuern als bei Benzin, doch an der Zapfsäule schrumpft dieser Bonus auf mickrige 3,8 Cent. Marktmacht und Margen schlucken den Rest. Der Rabatt verpufft, bevor er den Tank erreicht.

Immerhin: Der starke Euro bremst den Ölpreis-Anstieg. Zwar kletterte das Barrel Rohöl der Sorte Brent um zwei Dollar auf über 69 US-Dollar. Doch weil der Euro zugleich auf 1,19 Dollar zulegte, spüren deutsche Autofahrer die Teuerung kaum: Die starke Währung federt den Preissprung ab.

Wer sparsamer fahren will, kann selbst einiges tun. Sechs einfache Maßnahmen helfen sofort:

Vor allem gilt: Gute Wartung wirkt besser als jedes Wundermittel. Ein gepflegter Motor läuft sparsamer. Teure Zusätze für den Tank hingegen bringen keinen Vorteil. Außer dem Verkäufer.

Share.
Exit mobile version