Gespräch mit Star-Autor
Habeck erklärt, warum er Deutschland verlassen hat
Aktualisiert am 07.03.2026 – 21:53 UhrLesedauer: 4 Min.

In der Kölner Flora spricht Robert Habeck mit Star-Autor Julian Barnes über die Schwierigkeiten des Schriftstellerdaseins – und in der Politik.
Beim Auftakt der Lit.Cologne haben der frühere Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) und der britische Autor Julian Barnes über das Schreiben an sich und ihre Anfänge als Schriftsteller gesprochen. Habeck hatte zu Beginn seiner Karriere als Autor für Kinderbücher und Übersetzer gearbeitet, bevor es in die Politik ging – Barnes hatte als Journalist begonnen.
Die Suche nach einem Verlag sei die größte Schwierigkeit für ihn gewesen, die Kreativität nicht. „Ich hätte immer vier Bücher gleichzeitig schreiben können, aber es gibt nicht so viele Verlage, die bereit sind, vier Bücher pro Jahr zu publizieren. Also muss man reduzieren.“
Habeck berichtete auch von der gemeinsamen Arbeit mit seiner Frau Andrea Paluch an ihrem ersten Buch, „Hauke Haiens Tod“. Das Buch sei innerhalb eines Jahres entstanden, auch aus finanziellen Nöten. Habeck: „Ich weiß nicht, ob ich das sagen darf, aber: Zuerst haben die Kinder uns ernährt. Wir hatten erst ein Kind, dann wurden Zwillinge geboren. Damals gab es noch Erziehungsgeld: Jedes Kind hat 300 Mark in die Haushaltskasse gespült. Wir haben nachgerechnet und haben gesagt: Okay, wir haben ein Jahr Zeit, jetzt was zu machen und danach müssen wir was Vernünftiges tun.“
Das Paar habe in dieser Zeit einen „sehr harten Arbeitsplan“ verfolgt. Das fertige Manuskript habe glücklicherweise gleich das Interesse von drei Verlagen geweckt, so Habeck. Wenn der Versuch in der Literatur nicht geklappt hätte, hätte er wohl „Journalist werden müssen“, scherzte Habeck.








