Roberto Mancini übernimmt Italien
„Tut mit sehr leid“ – Bei seiner Vorstellung wird es kurios
Aktualisiert am 29.07.2026 – 23:54 UhrLesedauer: 3 Min.
Einen solchen Auftritt sieht man nicht oft: Bei der Vorstellung als Nationaltrainer Italiens leistet Roberto Mancini erstmal Abbitte. Er entschuldigt sich für seinen früheren Abgang.
Nach wochenlangem Gezerre um die neue sportliche Führung von Italiens Fußballnationalelf hat der italienische Verband eine Lösung gefunden: Der neue Coach ist ein alter Bekannter. Roberto Mancini wird die „Squadra Azzurra“ übernehmen.
Der 61-Jährige weckt bei den Tifosi gute Erinnerungen, schließlich war es Mancini, unter dem Italien zuletzt einen Titel gewann – die EM 2021. Damit bildete Mancini die rühmliche Ausnahme in einer langen Leidensgeschichte der Italiener, die sich dreimal hintereinander nicht für die WM qualifizieren konnten und international ihren Ansprüchen hinterherhinken.
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Bei seiner Vorstellung in der Verbandszentrale in Rom staunten die anwesenden Reporter jedoch nicht schlecht, als Mancini erzählte, was ihn zur Rückkehr als Nationaltrainer bewegt habe. Da sprach er erst einmal eine Entschuldigung aus. Und zwar in aller Deutlichkeit. „Es tut mir sehr leid, wirklich sehr leid“, hob Mancini an.

Der Erfolgstrainer spielte damit auf seinen zwischenzeitlichen Abschied nach Saudi-Arabien und dann nach Katar an. Trotz des EM-Titels hatte er das lukrative Angebot aus der Wüste 2023 angenommen – was ihm viele Fans damals übernahmen. Ausgerechnet Saudi-Arabien, das nicht gerade als sportliche Großmacht im Weltfußball bekannt ist.
Dort sollte er die Nationalmannschaft an die internationale Spitze heranführen. Er erhielt einen Vierjahresvertrag, der ihm 25 Millionen Euro pro Saison einbrachte. Doch das Projekt schien nicht den gewünschten Erfolg zu haben und so blieb Mancini nur etwas mehr als ein Jahr.
Dann wechselte er – sicher ebenfalls gegen gutes Geld – nach Katar zum Verein Al-Sadd. Über die damalige Entscheidung gegen Italien sagte er: „Das Trikot der Nationalmannschaft ist ein bisschen wie die Frau des Lebens: Wenn man es verliert, hat man etwas falsch gemacht.“
„Mangel an Kommunikation“
An der Seite von Italiens Verbandspräsident Giovanni Malagò sprach Mancini seinen umstrittenen Wechsel nach Saudi-Arabien gleich zu Beginn an. Und er warf sich förmlich in den Staub. „Es gab damals einen Mangel an Kommunikation zwischen mir und (dem damaligen Präsidenten Gabriele) Gravina. Hätten wir miteinander gesprochen, wäre alles anders gekommen. So ist es nun einmal gelaufen. Es tut mir sehr leid.“ So viel Demut hat man bei der Vorstellung eines Nationaltrainers wohl selten gesehen.










