Anzeichen für Wundrose

Erysipel nach Insektenstich – daran ist es zu erkennen


Aktualisiert am 02.06.2026 – 16:33 UhrLesedauer: 3 Min.

Hornissenhinterteil mit Stachel: Ein Erysipel nach einem Insektenstich ist selten, aber ernst zu nehmen. (Quelle: Carlos Rodriguez/getty-images-bilder)

Infizieren Bakterien die Haut, entsteht mitunter ein Erysipel. Auch nach einem Insektenstich kann das passieren. Wie sieht die Haut dann aus und was hilft?

Ein Erysipel (auch Wundrose genannt) ist eine akute Entzündung der Haut, die nur entstehen kann, wenn Bakterien in die Haut gelangen. Dazu reicht aber schon ein kleiner Hautschaden, wie etwa Einrisse bei trockener Haut, aufgeweichte Zehenzwischenräume bei Fußpilz oder ein wunder Naseneingang bei Schnupfen. In seltenen Fällen tritt ein Erysipel auch nach einem Insektenstich auf.

Betroffene benötigen schnellstmöglich ärztliche Hilfe. Bei fehlender, zu später oder falscher Behandlung kann die Infektion sich ausbreiten und zu teils schweren Komplikationen und Folgeschäden führen. Frühzeitig und richtig behandelt, heilt ein Erysipel hingegen meist folgenlos aus. Nach einem Insektenstich ist es also wichtig, auf mögliche Anzeichen einer Infektion zu achten.

  • Mehr erfahren: So können Sie bei einem Erysipel Spätfolgen verhindern

Wie zeigt sich ein Erysipel nach einem Insektenstich?

Überwiegend macht sich ein Erysipel wenige Stunden bis zwei Tage nach dem Insektenstich bemerkbar: Dann kommt es binnen kurzer Zeit zu einer glänzenden, sich flächenhaft ausbreitenden Hautverfärbung (Fachbegriff: Erythem), deren Rand in der Regel scharf begrenzt und oft gezackt ist. Diese Verfärbung lässt hellere Haut gerötet und dunklere Haut eher dunkelbraun bis dunkelviolett aussehen.

Der entzündete Hautbereich schwillt an, tut weh und ist überwärmt. (In schweren Fällen können zudem Blasen oder Einblutungen in die Haut auftreten.) Gleichzeitig mit dem Erysipel – teils auch schon kürzere Zeit nach dem Insektenstich – entstehen oft Fieber und ein schweres Krankheitsgefühl. Überdies sind Gelenkbeschwerden, Kopfschmerzen, Schüttelfrost sowie Übelkeit und Erbrechen möglich.

Erysipel nach Insektenstich bei Gesunden unwahrscheinlich

Dass sich ein Erysipel nach einem Insektenstich bildet, ist aber eher nicht zu erwarten. Vor allem bei gesunden Menschen mit funktionierender Immunabwehr geschieht dies äußerst selten. Erysipele kommen hauptsächlich bei Personen vor, deren Abwehrkräfte geschwächt sind oder die eine Erkrankung haben, welche das Risiko für Hautinfektionen erhöht – also etwa bei:

  • starkem Übergewicht mit übermäßig viel Körperfett (Adipositas)
  • erhöhtem Alkoholkonsum
  • unzureichend behandeltem Diabetes
  • Durchblutungsstörungen
  • Lebererkrankungen
  • Lymphödemen
  • chronischen Nierenerkrankungen
  • Venenschwäche
  • Therapien mit Medikamenten, welche die Immunabwehr hemmen (wie Kortison oder bestimmte Krebsmittel)
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