Auch Dänemark-Verweis wohl möglich
„Retter“ tauchen bei Timmy auf: Behörde reagiert
Aktualisiert am 28.05.2026 – 18:34 UhrLesedauer: 2 Min.
Seit nun fast zwei Wochen liegt der Buckelwal-Kadaver vor einer dänischen Insel. Als Aktivisten zu dem Tier ins Wasser steigen, werden die Verantwortlichen deutlich.
Der Kadaver des in Deutschland als Timmy bekannten Buckelwals liegt noch immer vor der Küste der dänischen Insel Anholt. Wie die Nachrichtenagentur News5 meldete, waren Mitglieder der privaten Rettungsinitiative zwischenzeitlich bei dem toten Wal – und wurden wohl im Anschluss dafür von offizieller Seite zurechtgewiesen.
Wie News5 berichtete, wurden die beiden Männer im Anschluss von Morten Abildstrøm, einem Mitarbeiter der dänischen Naturschutzbehörde, getadelt. Wie der YouTube-Kanal berichtete, war der Austausch zwischen den Männern „nicht besonders freundlich“.
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Abildstrøm erklärte demnach, dass er bei einer weiteren Aktion bei dem Tier die Polizei alarmieren werde. Jeder, der sich nicht an das Verbot halte, werde der Insel oder sogar Dänemarks verwiesen.
Wieso die Mitglieder der sogenannten Rettungsinitiative bei dem Buckelwal im Wasser waren, ist nicht klar. Laut News5 hatten die beiden Männer eine Leine dabei und nahmen damit offenbar die Maße des Tieres.
Timmy wird am Wochenende aufgeschnitten
Jane Hansen von der dänischen Umweltbehörde hatte am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur erklärt, die Obduktion des Tieres solle am Wochenende durchgeführt werden. Der Kadaver solle dafür an Land gezogen werden, die Untersuchung werde im Anschluss auf der Insel durchgeführt.
Die privat finanzierte Initiative, die den gestrandeten Buckelwal in der Nordsee freigesetzt hatte, war in den vergangenen Wochen immer mehr in die Kritik geraten. Unter anderem erhob die Schiffsbesatzung Vorwürfe gegen die beteiligten Tierärzte.
Schon vor Beginn der Aktion hatten mehrere Wal-Experten einen weiteren Rettungsversuch als Tierquälerei bezeichnet. Nach dem Fund des Walkadavers betonten mehrere Wissenschaftler, dass von einer Rettung zu sprechen das tatsächliche Geschehen verschleiere.
