Bei Verkehrskontrollen

Beamter soll Viertelmillion geklaut haben


Aktualisiert am 14.10.2026 – 14:52 UhrLesedauer: 1 Min.

Verkehrskontrolle (Symbolbild): Ein Polizist soll jahrelang Sicherheitsleistungen verlangt, aber nicht weitergeleitet haben. (Quelle: IMAGO/Maximilian Koch/imago)

Ein Polizeibeamter muss sich auf einen Gerichtsprozess gefasst machen, in dem er selbst der Angeklagte ist. Der Mann soll 246.415 Euro einfach eingesteckt haben.

In Baden-Württemberg hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen einen mutmaßlich korrupten Beamten abgeschlossen und Anklage erhoben. Wie die Staatsanwaltschaft Mosbach am Mittwoch mitteilte, wird dem Polizisten des Präsidiums Heilbronn vorgeworfen, sich bei Verkehrskontrollen um rund eine Viertelmillion Euro bereichert zu haben.

Insgesamt geht es demnach um 153 Fälle – und um eine Summe von 246.415 Euro. Von Oktober 2021 bis Februar 2024 soll der Beamte bei Verkehrskontrollen immer wieder Sicherheitsleistungen in bar verlangt und dann nicht wie eigentlich vorgesehen weitergeleitet haben.

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Stattdessen habe er das Geld „für eigene Zwecke verwendet“, heißt es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft. „Hierdurch soll er dem staatlichen Vermögen einen finanziellen Schaden zugefügt haben.“

Beamter steckt Bargeld ein: 1.600 Euro pro Fall

Laut den von den Ermittlern veröffentlichten Zahlen würde sich eine durchschnittliche Schadenssumme von rund 1.600 Euro pro Fall ergeben. Das wirft Fragen auf. Details zu der Art der Verkehrskontrollen konnte die zuständige Staatsanwaltschaft auf Anfrage von t-online zunächst jedoch nicht beantworten.

Nur so viel: Bei den verlangten Sicherheitsleistungen soll es sich um Beträge zwischen 110 und 8.000 Euro gehandelt haben.

Dem Beschuldigten werden Untreue sowie Nötigung und Urkundenfälschung vorgeworfen. Es laufe zudem ein Disziplinarverfahren gegen den Mann, er befinde sich nicht mehr im Dienst. Das Landgericht Mosbach müsse jetzt über die Anklage entscheiden.

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