Trotz stabiler Geschäftsentwicklung

Milliardenverlust für Bayer wegen Glyphosat-Klagen

04.03.2026 – 16:08 UhrLesedauer: 1 Min.

Das Bayer-Kreuz leuchtet auf dem Werksgelände in Leverkusen: Die Verschuldung des Konzerns steigt. (Quelle: Oliver Berg/dpa)

Acht Jahre ist es her, da übernahm Bayer den Konkurrenten Monsanto. Doch Rechtsstreitigkeiten zu Glyphosat lasten noch immer schwer auf dem Konzern.

Die Kosten von Glyphosat-Klagen in den USA haben den Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer noch tiefer in die Verlustzone gerissen. Wie das Unternehmen in Leverkusen mitteilte, lag der Verlust 2025 bei rund 3,6 Milliarden Euro und damit rund 1,1 Milliarden Euro höher als 2024.

Im Februar hatte Bayer einen Sammelvergleich mit Klägern geschlossen und daraufhin die Rückstellungen um vier Milliarden Euro erhöht. Dieser finanzielle Ballast zieht die Firma nun tiefer in die roten Zahlen. Der Umsatz sank um 2,2 Prozent auf 45,6 Milliarden Euro. Währungsbereinigt, also ohne die Kursverluste des Dollars, wäre es ein Plus von 1,1 Prozent gewesen. Die Nettofinanzverschuldung dürfte bis zum Jahresende auf 32 bis 33 Milliarden Euro steigen, nachdem sie sich 2025 auf gut 29,8 Milliarden Euro verbessert hatte.

Dieses Jahr rechnet der Konzern mit einer stabilen Geschäftsentwicklung. Bereinigt um Währungseffekte – also auf Basis der monatlichen Durchschnittskurse des Jahres 2025 – sieht Bayer den Umsatz 2026 bei 45 bis 47 Milliarden Euro sowie das operative Ergebnis bei 9,6 bis 10,1 Milliarden Euro und damit etwa bei so viel wie 2025.

Bayer hatte zum Jahreswechsel rund 88.000 Beschäftigte und damit rund 5.000 weniger als ein Jahr zuvor. Neben Unkrautvernichtern und Saatgut verkauft die Firma auch Medikamente.

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