Gedenkort geplant

Nach CSD-Anschlag: Was am Tatort im Tiergarten jetzt entsteht

05.08.2026 – 10:46 UhrLesedauer: 1 Min.

Blumen am Tatort (Archivbild): Im Berliner Tiergarten wird an mehreren Stellen an die Opfer des islamistischen Anschlags am Rand des Christopher Street Day gedacht. (Quelle: Sebastian Christoph Gollnow/dpa/dpa-bilder)

Bei dem Anschlag am 25. Juli starb eine Frau, 31 Menschen wurden verletzt. Nun plant das Bezirksamt Berlin-Mitte eine bleibende Erinnerung am Ort des Terrors.

Am Tatort des islamistischen Anschlags vom CSD in Berlin soll ein neuer Baum gepflanzt und eine Bank in Regenbogenfarben aufgestellt werden. Das teilte das Bezirksamt Berlin-Mitte der Deutschen Presse-Agentur zufolge mit. Der Baum ersetzt einen, der nach dem Anschlag vom 25. Juli gefällt werden musste.

Bei dem neuen Baum handelt es sich um einen französischen Ahorn. Er soll ein schützendes Metallgitter erhalten, an dem Angehörige sowie Freundinnen und Freunde Karten, Fotos, Blumen und persönliche Botschaften anbringen können, ohne den Baum zu beschädigen. Die Bank daneben soll dem Bezirk zufolge zum Innehalten und zur stillen Anteilnahme einladen und gleichzeitig die Solidarität mit der queeren Community sowie das gemeinsame Eintreten für eine offene und demokratische Gesellschaft zum Ausdruck bringen.

Bei dem Anschlag am 25. Juli war ein islamistisch motivierter Attentäter im Berliner Tiergarten mit einem Auto in eine Menschengruppe gefahren und anschließend gegen einen Baum geprallt. Danach griff der 21-Jährige weitere Menschen an, vermutlich mit einer Machete, bevor er floh. Eine Frau kam ums Leben, 31 weitere Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Am Tag nach dem Anschlag erschossen Polizisten den Attentäter, als sie versuchten, ihn festzunehmen.

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